Teleskope für den Anfänger in der Stadt
Teleskopberatung für Anfänger: So gelingt der Start in die Himmelsbeobachtung
Sie möchten in die faszinierende Welt der Astronomie eintauchen und suchen das passende Teleskop? Dieser Leitfaden hilft Ihnen, das ideale Teleskop für Ihre Bedürfnisse zu finden – egal ob Sie in der Stadt wohnen, einen Balkon nutzen möchten oder ein Teleskop für Kinder suchen.
Welches Teleskop für Einsteiger in der Stadt?
Für den Start in die Himmelsbeobachtung in der Stadt sind kompakte und einfach zu bedienende Teleskope ideal. Dazu gehören Refraktoren (Linsenteleskope) mit kleinerer Öffnung oder Dobson-Teleskope, die sich leicht aufbauen lassen.
Achten Sie bei der Wahl auf eine gute Optik und Stabilität. Eine kleinere Öffnung kann in der Stadt sogar vorteilhaft sein, da sie weniger anfällig für die störende Lichtverschmutzung ist.
Teleskope für die Balkonbeobachtung
Auf einem Stadtbalkon sind Teleskope mit kurzen Tuben besonders praktisch. Ein Spiegelteleskop nach Newton mit einer Gesamtlänge von etwa 90 cm ist eine gute Option. Hier blicken Sie auf der gegenüberliegenden Seite des Hauptspiegels hinein, was auf engem Raum oft bequemer ist als bei einem längeren Refraktor.
Noch flexibler sind Sie mit einem Maksutov oder einem kurzbauenden Schmidt-Cassegrain-Teleskop. Modelle mit 6 bis 8 Zoll Öffnung sind für den Balkon völlig ausreichend. Größere Teleskope sind eher für den Garten oder eine Sternwarte geeignet.
Mit einem Schmidt-Cassegrain-Spiegelteleskop können Sie auf dem Balkon wunderbar Planeten und den Mond beobachten. Dank der langen Brennweite sind hohe Vergrößerungen möglich. Für Nebel können Sie die Brennweite bei Bedarf kürzen. Ein Schmidt-Cassegrain liefert ein sehr klares Bild, vergleichbar mit einem guten Refraktor.
Was sehe ich mit meinem Teleskop in der Stadt?
Himmelsbeobachtung mit kleinen Teleskopen in der Stadt
Mit einfachen Teleskopen von 60 bis 80 mm Öffnung sehen Sie die hellsten Objekte wie Planeten und den Mond. Auf dem Mond werden Sie erste Strukturen erkennen. Mit einem 6 Zoll (150 mm) oder 8 Zoll (200 mm) Teleskop entdecken Sie bereits viele Mondkrater und mehr Details.
Planeten zeigen sich im Teleskop als Scheibchen. Uranus ist in kleinen Teleskopen nur als kleiner Stern sichtbar, Neptun bleibt auch in größeren Teleskopen ein Sternchen. Auf der Oberfläche des Jupiters erkennen Sie die breitesten Bänder. Das Spiel der Jupitermonde lässt sich schon mit einem kleinen Teleskop beobachten, die zwei hellsten sogar mit einem Fernglas. Insgesamt sehen Sie mit kleinen Teleskopen helle Objekte wie Planeten, einige helle Sternhaufen oder Doppelsterne und helle Nebel wie den berühmten Orionnebel.
Sind Planeten im Teleskop farbig?
Planeten und Nebel erscheinen im Teleskop nicht farbig wie auf Fotografien. Die Farben auf Aufnahmen entstehen durch Fotografie und den Einsatz von Filtern. Viele Anfänger sind enttäuscht, wenn sie mit ihrem Teleskop nur graue, nebelige Flecken sehen. Das liegt daran, dass unsere Augen am Nachthimmel nur Schwarz-Weiß-Kontraste gut unterscheiden können. Der Jupiter erscheint beispielsweise schwarz-weiß, nur der Mars leuchtet rot-orange.
Vorteile der Teleskopbeobachtung gegenüber dem Fernglas
Der große Vorteil eines Teleskops ist, dass Sie das Okular austauschen und so die Vergrößerung variieren können. Dies ermöglicht die Beobachtung verschiedener Objekte wie Planeten, den Mond, Sternhaufen und Nebel. Mit niedriger Vergrößerung beobachten Sie Sternhaufen und Nebel, während hohe Vergrößerungen die detailreiche Mondoberfläche und Planeten zeigen. Erst in einem Teleskop können Sie die Bänder des Gasriesen Jupiter oder die Ringe des Saturn erkennen.
Farben im Teleskop: Nebel und Sterne
Nebel sind im Teleskop nicht farbig. Die schönen roten Farben, die man auf Aufnahmen des Orionnebels sieht, entstehen durch spezielle Filter, die den leuchtenden Wasserstoff sichtbar machen. Manche Sterne hingegen zeigen auffällige Farben: Einige sind gelb, blau oder rot. Diese farbnuancierten Sterne können Sie sogar mit bloßem Auge erkennen, und manche Doppelsterne leuchten in unterschiedlichen Farben.
Welches Teleskop für Kinder?
Für Kinder empfiehlt sich ein kleines Teleskop mit einer Öffnung bis zu 4 Zoll. Ein Refraktor ist oft die beste Wahl, da das Kind bequem hinten hineinschauen kann. Spiegelteleskope nach Newton, bei denen man vorne in den Tubus blickt, können für Kinder unhandlicher sein. Kinder haben Freude daran, selbstständig den Mond, Planeten oder Sternhaufen zu beobachten. Ein Handyhalter für erste Fotos macht den Einstieg noch spannender und das Handy liefert gleich eine Sternkarte dazu.
Wo finde ich Informationen über Objektivdurchmesser und Brennweite des Teleskops?
Auf dem Typenschild eines Teleskops finden Sie immer zwei wichtige Zahlen:
den Durchmesser des Objektivs und die Brennweite des Teleskops. Die erste Zahl gibt den Durchmesser an, die zweite die Brennweite. Bei Linsenfernrohren kommen oft noch Buchstaben hinzu, die das verwendete Glas bezeichnen, wie zum Beispiel Achromat (AR) und Fraunhofer.
Bei Achromaten steht oft zusätzlich "AR" für Achromat. Achromaten sind nicht vollständig farbrein. Dies fällt besonders bei hohen Vergrößerungen am Rand des Mondes auf, wo ein blauer Saum sichtbar sein kann.
ED Fluorit: Typenschilder besserer Refraktoren
Bessere Refraktoren tragen oft die Bezeichnung "ED" (Extra Low Dispersion). Diese Bezeichnung finden Sie auch auf Ferngläsern. ED-Gläser bieten eine wesentlich bessere Abbildungsqualität, was sich aber im Preis widerspiegelt. Eine Qualitätsstufe darunter liegen Ferngläser mit der Bezeichnung "HD". Die hochwertigsten Gläser sind Fluoritgläser, die in teureren Ferngläsern und Teleskopen, wie den APOs, verwendet werden.
Welches Teleskop liefert mir gute Bilder für die Astrofotografie?
Die sogenannten APOs (apochromatische Refraktoren) stellen eine besondere Klasse dar. Ihr Objektiv besteht aus drei bis vier Linsen, was eine exzellente Farbreinheit und Bildqualität gewährleistet. Diese Fernrohre sind aufgrund ihrer Komplexität und ihres Preises für Anfänger nicht unbedingt zu empfehlen.
APO's Hochwertige Gläser für die Astrofotografie.
Der kleine kompakte APO für die Astrofotografie von Nebeln und Sternen
APOs sind oft klein und kompakt und werden gerne für die Astrofotografie von Sternen und Sternhaufen eingesetzt. Sie verfügen über Brennweiten von maximal 600 mm. Während ein Teleobjektiv Ihrer Kamera für den Mondaufgang ausreichen mag, benötigen Sie für die Fotografie von Sternen und Nebeln einen APO.
Öffnungsverhältnis Teleskop: Was es über Helligkeit und Gesichtsfeld aussagt
Das Öffnungsverhältnis ist ein wichtiger Wert bei Teleskopen und Ferngläsern, der oft aus der Fotografie bekannt ist. Es beschreibt das Verhältnis von Brennweite zu Durchmesser der Linse oder des Spiegels. Ein Öffnungsverhältnis von 1 zu 6 wird beispielsweise als F6 bezeichnet. Im Amateurbereich sind auch Werte wie F5 oder F10 üblich.
Öffnungsverhältnis, Gesichtsfeld und Helligkeit
Das Öffnungsverhältnis beeinflusst direkt das Gesichtsfeld und die wahrgenommene Helligkeit der Himmelsobjekte. Ein Teleskop mit einem Öffnungsverhältnis von F6 hat ein größeres Gesichtsfeld und zeigt Objekte heller als ein Teleskop mit F10.
Teleskope mit 5 bis 6 Zoll – Die Allrounder
Teleskope mit einer Öffnung von 5 bis 6 Zoll (ca. 125 bis 150 mm) gelten oft als Allrounder. Sie ermöglichen die Beobachtung einer Vielzahl von Himmelsobjekten.
Mit einem 150-mm-Teleskop können Sie gute Vergrößerungen für den Mond und Planeten erreichen. Sie werden zahlreiche Sternhaufen, Nebel, Galaxien und Doppelsterne entdecken können. Ein Fernrohr dieser Größe ist noch gut transportierbar, besonders leichte Newton-Spiegelteleskope. Einzelheiten auf dem Mars sind mit einem 6-Zoll-Teleskop nur mit einer längeren Brennweite und bei optimalen Bedingungen erkennbar.
Unterschiedliche Bilder bei Teleskopen unterschiedlicher Bauart
Refraktor vs. Newton-Spiegelteleskop: Bildschärfe und Helligkeit
Ein Refraktor bildet Sterne in der Regel schärfer ab als ein Newton-Spiegelteleskop. Dies liegt an den Streben des Hilfsspiegels beim Newton-Teleskop. Newton-Teleskope sind bei gleicher Öffnung leichter als Refraktoren. Wenn Sie eine größere Öffnung wünschen, bieten sich Dobson-Teleskope an.
Die Brennweite eines Newton-Teleskops ist oft kürzer als die von Refraktoren mit gleicher Öffnung (z.B. 650 bis 750 mm bei Newton vs. fast 1000 mm bei Refraktoren). Dadurch erscheinen Nebel und Sternhaufen im Newton-Teleskop heller.
Brennweite und Helligkeit der Himmelsobjekte
Je länger die Brennweite eines Teleskops ist, desto kleiner wird das Gesichtsfeld und umso dunkler wirken die Objekte im Teleskop.
Welche Teleskope sind für Planetenbeobachtung geeignet?
Für die Planetenbeobachtung eignen sich besonders Teleskope wie der Maksutov-Cassegrain oder der Schmidt-Cassegrain. Diese beiden Teleskoptypen haben aufgrund ihres gefalteten Strahlengangs eine längere Brennweite als andere Bauarten. Mit ihnen kann man die Vergrößerung "richtig aufdrehen", um feine Details auf Planeten zu erkennen.
Wie berechne ich die Vergrößerung meines Teleskops?
Die Vergrößerung eines Teleskops berechnen Sie, indem Sie die Brennweite des Teleskops durch die Brennweite des Okulars teilen. Viele dieser Teleskope haben eine Brennweite von 1500 mm, die sich mit einer Barlow-Linse oder einem Extender noch verlängern lässt.
Welche Vergrößerung ist die beste beim Beobachten?
Die beste nutzbare Vergrößerung unter einem Himmel in unseren Breiten beträgt ungefähr das Doppelte des Objektivdurchmesser in Millimetern.
Wenn ihr Teleskop einen Objektivdurchmesser von 150 mm hat, dann ist bei einer Vergrößerung von 300.fach das Ende, was ihr Teleskop leisten kann erreicht. Das ist so ein Richtwert.
Wenn die Luftfeuchtigkeit die mögliche Vergrößerung eines Teleskops begrenzt
Theoretisch ist dies so, doch die Praxis setzt dem Grenzen, besonders wenn die Luftfeuchtigkeit im Herbst hoch ist. Der Mond kann feuchte Luftschichten noch gut durchdringen weil er so hell ist, während andere Objekte, wie der Jupiter, verschwommen erscheinen. Wenn trockene Luft, zum Beispiel aus der Sahara, zu uns kommt, können Sie Details erkennen, die Sie sonst nie gesehen hätten – es sei denn, Sie reisen in südliche Länder zur Beobachtung. Unter solchen Bedingungen kann eine hohe Vergrößerung sinnvoll sein und möglich sein. Wie weit sie mit der Vergrösserung hinausgehen können, hängt auch von der Bauart des Teleskops ab (Schmidt-Cassegrain oder Newton) ab.
Welches Okular wähle ich für mein Teleskop?
Welche Okulardurchmesser gibt es für die Steckhülse des Teleskops
Grundsätzlich gibt es zwei gängige Durchmesser für Okularsteckhülsen am Teleskop: 1 1/4 Zoll und 2 Zoll. Der Okularstutzen am Teleskop hat oft einen Durchmesser von 2 Zoll und einen zusätzlichen Ring, um auch 1 1/4 Zoll Okulare aufnehmen zu können.
Standard-Okulare und Qualitätsunterschiede
Den meisten Komplettteleskopen liegen einfache Plössl-Okulare mit Brennweiten zwischen 10 und 25 mm bei. Oft handelt es sich dabei um No-Name-Produkte. Wenn Sie ein Okular mit besserem Kontrast wünschen, schauen Sie sich Produkte von Firmen wie Vixen an, die ebenfalls Plössl-Okulare mit verbessertem Kontrast herstellen. Plössl bezieht sich auf die Bauart des Okulars.
Wie kann ich die Brennweite meines Teleskops verlängern?
Brennweiten verlängern mit Barlow-Linse und Extender
Einem Teleskop-Set wird zu den Okularen noch eine Barlow-Linse mitgeliefert. Eine Barlow-Linse ist eine Zerstreuungslinse, die die Brennweite des Spiegel-Teleskops oder des Refraktors verlängert. Barlowlinsen werden als 2-fach, 3-fach oder 5-fach verlängernd angeboten. Die optisch bessere Variante ist der Extender, der aus mehreren Linsen besteht, im Gegensatz zur Barlow-Linse, die nur aus einer Linse gebaut ist. Sie stecken die Barlow-Linse oder den Extender in den Okularstutzen des Tubus. Dann kommt das Okular in die Hülse der Barlow-Linse und wird mit den zwei Schräubchen festgeklemmt. Einen Extender können Sie später erwerben, um noch kontrastreichere Bilder zu erhalten.
Okulare mit unterschiedlichem Gesichtsfeld
Plössl-Okulare bieten Ihnen ein Gesichtsfeld von etwa 50 Grad, was oft als "Tunnelblick" empfunden wird. Es geht aber auch besser: 1 1/4 Zoll Okulare mit 68 Grad Gesichtsfeld oder 2 Zoll Okulare, die 80 Grad oder sogar 100 Grad Gesichtsfeld erreichen. Sie können sich auch ein Zoomokular zulegen, dessen Gesichtsfeld jedoch meist nur 40 bis 50 Grad beträgt. Mit mehr Erfahrung können Sie überlegen, welche Okulare Sie sich noch für Ihr Fernrohr anschaffen könnten.
Welches Okular passt zu welcher Teleskop-Brennweite?
Auf dem Markt gibt es Okulare mit Brennweiten von 3 mm bis zu 56 mm. Okulare mit 40 mm Brennweite eignen sich für Teleskope mit 1300 mm bis 2000 mm Brennweite. Für Teleskope mit noch längeren Brennweiten gibt es Okulare mit 56 mm Brennweite. Die 3-mm-Okulare sind für Teleskope mit etwa 600 mm Brennweite gedacht.
Was sehe ich auf dem Mond mit unterschiedlichen Teleskopen?
In einem 72-mm-Refraktor mit 400 mm Brennweite erkennen Sie auf dem Mond die Mare und nur die aller größten Krater und Gebirge. Wenn Sie mehr Details sehen möchten, sollten Sie auf eine Öffnung von 130 bis 150 mm gehen. Mit solchen Teleskopen und entsprechender Vergrößerung können Sie ein Viertel des Mondes überblicken und viele einzelne Krater studieren. Mit dem 72-mm-Refraktor können Sie Sterne und Nebel gut beobachten, da der Himmelsausschnitt größer ist als bei einem 150-mm-Teleskop mit mittlerer Brennweite.
Wie hängen Lichtsammelvermögen und Gesichtsfeld eines Teleskopes zusammen?
Das Lichtsammelvermögen eines Teleskops hängt vom Durchmesser der Linse oder des Spiegels ab, nicht direkt vom Öffnungsverhältnis. Das Öffnungsverhältnis beeinflusst jedoch, ob die Objekte heller oder dunkler erscheinen: Bei F6 sind die Sterne heller als bei einem Öffnungsverhältnis von F10.
Gesichtsfeld von Fernrohr und Fernglas: Wo sieht man mehr Sterne im Gesichtsfeld?
Es kommt darauf an, was Sie sehen möchten: Mit einer kurzen Brennweite eines Teleskopes ist das Gesichtsfeld größer, und Sie sehen mehr Sterne im Ausschnitt. Je länger die Brennweite eines Fernrohres ist, desto kleiner wird das Gesichtsfeld.
Schaut man durch ein Fernglas, staunt man über die Anzahl der Sterne. Ein Fernrohr mit seinem kleineren Gesichtsfeld zeigt nur wenige Sterne im kleineren Gesichtsfeld. Mit einem Fernrohr, das einen größeren Linsendurchmesser und eine höhere Brennweite als ein Fernglas hat, können Sie schwächere Sterne erkennen. Die Sterne werden durch einen größeren Linsendurchmesser und eine noch größere Brennweite nicht näher herangeholt; sie bleiben immer nur Lichtpunkte.
Was sieht man vom Mond mit einem Fernrohr?
Ein halbes Grad entspricht dem Durchmesser des Vollmondes. Bei einer höheren Vergrößerung und einer Öffnung von 8 Zoll (200 mm) können Sie einzelne Kratern auf dem Mond erkennen.
Großferngläser zur Mondbeobachtung
Wer mehr vom Himmel sehen möchte als mit einem kleinen Fernglas, kann zu einem Großfernglas greifen. Diese Gläser haben eine Öffnung von 70 mm bis 1000 mm. Damit können Sie bequem mit beiden Augen den Himmel absuchen. Der Mond zeigt passable Einzelheiten. Der Vorteil solcher Großferngläser ist, dass Sie die Okulare wechseln und so mit unterschiedlichen Vergrößerungen beobachten können.
Smart Teleskope für die Astrofotografie
Smart Teleskop Astrofotografie: Einfache Himmelsaufnahmen
Smart-Teleskope sind dafür konzipiert, mit wenig Aufwand und Vorkenntnissen schöne Fotos vom Himmel zu machen. Mit diesen Teleskopen können Sie ausschließlich Fotos aufnehmen; sie sind nicht für die visuelle Beobachtung gedacht.
Der Seestar: Ein Teleskop für die Nebelfotografie
Der Seestar ist ein Smart-Teleskop, das sich besonders für Familien eignet, die einfach schöne Fotos machen möchten. Auch Sternwarten rüsten sich gerne mit solchen Teleskopen aus.
Das Smart-Teleskop Seestar hat eine kurze Brennweite und liefert Ihnen schöne Bilder von Nebeln und anderen Deep-Sky-Objekten. Mithilfe einer App richtet es sich selbstständig aus, und mit "Platesolving" findet es in Sekundenschnelle sein Ziel. Das Handy vergleicht die Muster am Himmel mit denen in Ihrer App. Die Bilder werden mit der App sofort "gestackt" (aufsummiert) und liefern beim Betrachten auf dem Handy im Handumdrehen immer bessere Ergebnisse. Diese Teleskope sind derzeit weltweit sehr gefragt. Vor zwei, drei Jahren waren sie noch recht teuer. Die Bedienungsanleitungen sind in Englisch, daher sind gute Englischkenntnisse notwendig.
Smart Teleskope zum Beobachten: Platesolving für Einsteiger
Seit einigen Jahren gibt es Teleskope, die Ihnen helfen, Objekte am Himmel mit einem Smartphone zu finden. Diese Technologie, auch Platesolving genannt, wird in verschiedenen Teleskoptypen eingesetzt. Sie ermöglicht es Anfängern, den Himmel schneller kennenzulernen und Objekte zu entdecken.
Platesolving vergleicht die aktuelle Position des Teleskops am Himmel mit dem gewünschten Objekt. Die Software führt das Teleskop dann automatisch zur richtigen Position, unabhängig davon, ob Sie den Polarstern sehen oder nicht. Das manuelle Suchen gehört damit der Vergangenheit an.
Platesolving für die Astrofotografie mit der Software N.I.N.A.
Die Software N.I.N.A. (Nighttime Imaging 'N' Astronomy), die von vielen Astrofotografen genutzt wird, führt Sie durch das Menü, um Ihr Teleskop für die Aufnahme vorzubereiten. Diese Platesolving-Software findet nicht nur Objekte, sondern erstellt auch Darkframes, steuert Ihre Kamera und regelt die Belichtung.
Wie ist ein Spiegelteleskop nach Newton aufgebaut?
Eigenschaften des Newton Spiegelteleskops
Das Newton-Spiegelteleskop, auch Reflektor genannt, verwendet anstelle eines Linsenobjektivs einen Spiegel. Es verfügt über einen Hauptspiegel am Ende des Tubus, der das Licht sammelt. Dieses Licht trifft dann auf einen Hilfsspiegel am gegenüberliegenden Ende des Tubus und wird im 90-Grad-Winkel durch das Okular geleitet.
Die Brennweite eines Newton-Teleskops mit 150 mm Öffnung beträgt üblicherweise 650 mm bis 750 mm, selten mehr als 1000 mm. Der Tubus ist dann etwa 700 mm lang. Objekte werden über den Feintrieb am Okularauszug fokussiert.
Unterschiedliche Brennweiten bei Refraktoren und Newton Spiegelteleskopen
Ein Spiegelteleskop ist bei gleicher Öffnung wesentlich leichter und günstiger als ein Linsenfernrohr, da Spiegel einfacher herzustellen sind als Linsen. Objekte erscheinen bei der kürzeren Brennweiten des Newton Teleskop heller als bei einem Refraktor, der meist eine Brennweite von 1000 mm hat.
Der kürzere Tubus des Newton-Teleskops
Der Tubus eines Linsenteleskops ist so lang wie seine Brennweite. Bei einem Newton-Teleskop wird der Strahl vom Hauptspiegel um 90 Grad umgelenkt, wodurch der Tubus kürzer ausfällt.
Für Anfänger kann es gewöhnungsbedürftig sein, Sterne zu finden, da das Okular seitlich am Tubus sitzt. Das Bild im Okular ist zudem "astronomisch", also auf dem Kopf stehend. Dies muss beim manuellen Suchen berücksichtigt werden.
Bildqualität: Sterne und Nebel im Newton-Teleskop im Vergleich zum Refraktor
Im Newton-Spiegelteleskop wirken Sterne oft etwas verwaschener als in einem Linsenteleskop. Dies liegt an den Streben des Hilfsspiegels, der eine Abschattung (Obstruktion) erzeugt. Die Streben können an Sternen auch kleine Zacken (Spikes) verursachen. Eine Obstruktion kann bei einem Newton bis zu 30 % betragen, ist bei 10 % jedoch vernachlässigbar. Achten Sie auf dünne Streben für den Fangspiegel. Mondkrater können zum Rand hin verzogen wirken, da die Abbildung beim Newton nur in der Mitte scharf ist. Bei Sternen oder Nebeln fällt dies weniger auf.
Den Tubus des Newton-Teleskops bequem ausrichten
Drehen Sie den Okularstutzen immer nach oben und das Sucherfernrohr zur Seite, um in jeder Position bequem beobachten zu können. Wenn das Okular zu hoch ist, können Sie die Beine des Stativs niedriger einstellen.
Ein Newton-Teleskop ist für kleinere Kinder weniger geeignet, da das Okular seitlich angebracht ist. Ein Refraktor, bei dem man hinten hineinschaut, ist für Kinder oft praktischer. Ab etwa 12 Jahren ist ein Newton-Teleskop aufgrund der Körpergröße jedoch gut nutzbar.
Gegengewichte der Montierung richtig einstellen
Die Gegengewichte an der Stange müssen so befestigt werden, dass das Teleskop bei geöffneten Klemmen in der Waagrechten bleibt. Neigt es sich zu einer Seite, müssen das Gegengewicht an der Stange noch oben oder unten verschoben werden, bis das Gleichgewicht hergestellt ist. Dies gilt für alle Montierungen mit Gegengewichten.
Wie kollimiere ich ein Newton Teleskop?
Normalerweise muss ein Newton-Teleskop nicht ständig kollimiert werden, es sei denn, die Spiegel sind stark dejustiert und zeigen Astigmatismus. Dafür gibt es Justierokulare oder Justierlaser. Die Händler werben oft damit, dass sie Newtons vorkollimieren. Ein kleiner Ring in der Mitte des Hauptspiegels sollte genau im Fadenkreuz des Justierokulars sitzen. Geringe Abweichungen sind beim Beobachten kaum merklich.
Nur an den Schrauben des Hauptspiegels wird gedreht; die Schrauben des Fangspiegels bleiben fest. Sie schauen durch das Justierokular oder den Justierlaser, der im Tubus des Teleskops sitzt. Der kleine Ring im Hauptspiegel muss im Fadenkreuz mittig sein. Merken Sie sich wie herum und wie weit Sie die Schrauben am Hauptspiegel gedreht haben. Bei den Bresser Teleskopen stehen hinten am Hauptspiegel drei Rändelschrauben heraus, an denen Sie drehen können. Bei den anderen müssen Sie erst die schwarze Kappe abnehmen. Das Kollimieren ist vor allem notwendig, wenn man den Hauptspiegel einmal gereinigt hat. Den Staub wäscht man mit destilliertem Wasser ab und wischt sanft mit einem fusselfreien Tuch über den Spiegel. Wenn ihre Arme nicht lang genug sind, um gleichzeitig in das Justierokular zu schauen und hinten an den Schrauben zu drehen, dann nehmen sie jemanden zu Hilfe. Die Astrofirmen machen ihren das auch.
Strahlen im Gesichtsfeld des Newton-Teleskops
Wenn Sie am Okularauszug drehen, um scharfzustellen, ist es normal, die Streben des Fangspiegels und einen kleinen schwarzen Kreis in der Mitte zu sehen, wenn das Bild unscharf ist. Dies ist der Fangspiegel. Beim Scharfstellen verschwindet dieser Effekt. Dies gilt auch für Schmidt-Cassegrain-Teleskope.
Parabolische geschliffene Spiegel den kugelförmigen Spiegeln vorziehen
Parabolisch geschliffene Spiegel sind kugelförmigen vorzuziehen, da sie Sterne besser abbilden. Ein kugelförmiger Spiegel kann verhindern, dass Sie jemals einen exakt scharfen Punkt erhalten und die Sterne immer unscharf sind. Natürlich wird ein Stern nie zu einem Punkt. Ein Stern tanzt aufgrund der Turbulenzen in der Atmosphäre immer in wenig.
Farbige Säume beim Newton-Teleskop
Auch ein Spiegelteleskop kann Farbsäume zeigen, meist durch minderwertige Okulare oder die Kombination mit einer Barlow-Linse. Bei hellem Mond können dann blaue und gelbe Säume auftreten. Bessere Linsenteleskope sind günstigeren vorzuziehen, das gilt auch für Okulare. Einfache Plössl-Okulare reichen für den Anfang. Ein gutes Spiegelteleskop ist oft preiswerter als ein Linsenteleskop gleicher Qualität.
Position des Fangspiegels bei Newtons
Warum sitzt der Fangspiegel im Newton nie ganz mittig?
Bei Newton-Teleskopen mit einem Öffnungsverhältnis von f/5 sitzt der Fangspiegel nicht ganz mittig zum Hauptspiegel (Off-Axis-Methode), um alle Strahlen optimal auf den Fangspiegel zu lenken. Bei Newtons mit höherer Brennweite sitzt der Fangspiegel mittig.
Mögliche Vergrößerungen beim Newton-Teleskop
Beim Newton-Teleskop sind die möglichen Vergrößerungen nach unten und oben hin begrenzter als bei anderen Teleskopen. Das Bildchen, das aus dem Okular kommt, liegt nicht so weit außen wie bei einem Refraktor. Bei manchen Refraktoren benötigt man längere Abstandshülsen, um das Bild für Kameras nutzen zu können.
Die Austrittspupille wird ab einer bestimmten Vergrößerung so klein, dass jeder Wimpernschlag stört. Mit einem 2,5-mm-Okular und einem Newton mit 750 mm Brennweite ist der Mond kaum scharf einzustellen. Ein 4-mm-Okular ist hier oft besser.
Das Prisma bei Refraktoren
Um bequem beobachten zu können, verwendet man ein Prisma. Bei einem astronomischen Fernrohr ist das Bild normalerweise auf dem Kopf stehend. Das langgestreckte Mare Frigoris, das im Fernglas oben ist, erscheint im Fernrohr unten. Das Mare Crisium, ein rundes Mare am Rand, ist im Fernglas und astronomischen Fernrohr links. Mit einem Prisma erscheint es auf der rechten Seite.
Ein Prisma vertauscht links mit rechts
Ein Prisma vertauscht links mit rechts. Am Himmel ist das nicht schlimm, aber beim Einstellen von Objekten kann es hilfreich sein, wenn die Objekte nicht seitenverkehrt oder auf dem Kopf stehen. Dies muss beim manuellen Suchen berücksichtigt werden.
Aufrechtes Bild in katadioptischen Teleskopen
In katadioptischen Teleskopen wie Maksutov und Schmidt-Cassegrain steht das Bild aufrecht, ist aber durch das Prisma seitenverkehrt. Ein Prisma dient einem entspannteren Einblick. Günstige Prismen können einen Lichtverlust von 20 % verursachen, was sich an nicht ganz klaren Tagen bemerkbar macht. Später empfiehlt sich ein besseres Prisma, oder eines, das keine Seitenverkehrung verursacht.
Amiciprisma: Aufrecht und seitenrichtig beobachten.
Rechts mit links nicht vertauscht Bild aufrecht stehend - das Amiciprisma
Das Amiciprisma ist so gebaut, dass Sie mit Ihren astronomischen Fernrohr auch Erdbeobachtungen machen können. Am Himmel kann man ganz entspannt, ohne auf die Richtung zu achten, über den Himmel fahren. Bei hellen Sternen soll es laut Hersteller Spiks geben, das liegt an der Bauweise des Prismas. Das stört nicht so sehr.. Dieser Strich erscheint bei jedem Amiciprisma, egal wie teuer es ist. Es kann auch ein Strich durch das Bild geben, doch den Strich sieht man nur am Tage und nicht in der Nacht.
Eiegenschaften des Spiegelteleskop nach Maksutov-Cassegrain
Hinten am Teleskop sitzt der von dem Okularstutzen durchbohrte Hauptspiegel. Hier kommen alle Okulare hinein, Extender oder, spezielle für den Maksutov-Cassegrain, der Reducer. Der Reducer verkürzt die Brennweite. Je länger die Brennweite, desto dunkler das Bild: das gilt für den Mond. Für Planeten können die Brennweiten nicht hoch genug sein.
Aufbau des Maksutov Teleskop
Der Hilfsspiegel gegenüber sitzt auf einer nach innen gewölbten dicken Meniskuslinse. Man spricht von einem geschlossenen System. Durch diese Bauweise ist die Brennweite dieses Spiegelsystems sehr lang. Der gefaltete Strahlengang dieses Systems trägt zur kurzen Bauweise des Tubus bei. Die Brennweite dieser kleinen Teleskopen beträgt 1500 bis 1800 mm. Dadurch ist der Tubus sehr kurz, meist nur 40 cm. Um das Bild scharf zu bekommen, werden die beiden Spiegel, mittels einer innenliegenden Mechanik, gegeneinander verschoben. Dies geschieht mit einem Knopf, der neben dem Okular am Tubus sitzt. Natürlich ist ein Refraktor so gesehen auch ein geschlossenes System.
Beobachten mit Katadioptischen Teleskopen
Katadioptische Teleskope - beim Okularwechsel immer mit der kleinen Vergrößerung beginnen
Das Gesichtsfeld ist beim Maksutov recht klein. Das liegt an der langen Brennweite. Das Öffnungsverhältnis für das Teleskop beträgt 1:15. Wenn man das Okular austauscht für die nächst höhere Vergrößerung, wird das Gesichtsfeld so klein, dass man das Objekt dann ganz am Rand oder außerhalb des Gesichtsfeldes suchen muss. Wenn man eine neues Objekt einstellt, geht man wieder auf die kleine Vergrößerung. Vielleicht noch einmal das langbrennweitige Okular wieder einsetzten und nochmal das Objekt in die Mitte des Sichtfeldes bringen.
Berechnung des Öffnungsverhältnisses: Um das Öffnungsverhältnis eine Teleskops zu berechnen teilen wir den Durchmesser des Objektivs durch seine Brennweite. Bekommen wir eine kleines Öffnungsverhältnis, wie bei Refraktoren und katadioptischen Teleskopen ist das Bild dunkler, als bei großen Öffnungsverhältnisse, wie bei einem Newton Teleskop, das ein übliches Öffnungsverhältnis von 1:6, oder 1:5 hat.
Die meisten Refraktoren unter 100 mm Öffnung haben eine Brennweite von 900 mm, die darüber von 1000 mm. Mit einem Öffnungsverhältnis von 1:10 (Brennweite durch Öffnung) sieht man eigentlich alles. Das Gesichtsfeld ist groß genug, dass es dem Anfänger keiner Schwierigkeiten bereitet. Bei dem vorgestellten Spiegelteleskop nach Maksutov mit Öffnungsverhältnissen von 1:15 ist das Gesichtsfeld nochmals kleiner.
Mit einem Reducer die Brennweite des Teleskops kürzen
Möchte man mit dem SC eine größeres Gesichtsfeld erreichen und Nebel beobachten oder einen Sternhaufen, kann die kürzere Brennweite besser sein. Dafür gibt es die Reducer, die die Brennweite verkürzen. Dieser Reducer sind immer für das entsprechende Öffnungsverhältnis gerechnet und sie verkürzen die Brennweite um den Faktor 0,6. Mit dem größeren Gesichtsfeld kann man Nebel oder Sternhaufen besser beobachten. Die Sterne eines Sternhaufens liegen weiter auseinander, als wenn wir ein punktförmigeres Objekt wie einen Kugelsternhaufen oder einen Planeten beobachten. Reducer werden meist für die Schmidt-Cassegrains angeboten. Sie werden mit dem Gewinde, dass aus dem SC hinten liegt, verschraubt. Danach kann man die Verlängerungshülse in den Reducer einschrauben, dann das Prisma und das Okular. Natürlich sieht man damit auch die Planeten gut.
Das Spiegelteleskop nach Schmidt-Cassegrain
Ein oft verkauftes Teleskop ist der Schmidt-Cassegrain oder kurz SC genannt. Auch dieses Teleskop ist nur sehr kurz. Die Glasplatte gegenüber dem Hauptspiegel korrigiert die sphärische Aberration. Der Maskutov und der Schmidt-Cassegrain verfügen über eine sehr gute Abbildungsqualität. Die Schmidt-Cassegrains dürfen auch 8, 10 oder 11 Zoll haben. Doch der Schmidt-Cassegrain ist noch besser in der Abbildungsqualität.
Die Teleskope der Bauart Maksutov und Schmidt-Cassegrain nennt man katadioptische Systeme. Sie sind ein Hybrid aus Linsen- und Spiegelteleskop. Diese Teleskope haben eine längere Brennweite als ein Newton Teleskop oder ein Linsenteleskop.
Aufbau des Schmidt-Cassegrain Teleskop
Der Schmidt-Cassegrain besteht aus einem konkaven Hauptspiegel. Ihm gegenüber sitzt der konvexe Fangspiegel auf einer dünnen Glasplatte, der Schmidtplatte. Der Fangspiegel soll die Bildfeldwölbung (sphärische Aberration) ausgleichen. Damit wirkt er wie ein Komakorrektor. Der Sekundärspiegel wirft wie beim Maksutov das Licht durch das Okular auf der gegenüberliegenden Seite. Die beiden Spiegel werden mittels einer innenliegenden Mechanik gegeneinander verschoben. Neben dem Okularauszug sitzt ein Knopf, mit dem man das Bild dann einstellen kann.
Mit diesen Teleskopen kann man sehr gut Strukturen auf Planeten und dem Mond beobachten. Sie haben aber aufgrund der sehr langen Brennweite ein sehr viel kleineres Gesichtsfeld, als die vorher beschriebenen Refraktoren und der Newton. Schmidt-Cassegrains werden vor allem zur Fotografie verwendet, da sie sehr gute Abbildungseigenschaften haben. Bei einem Schmidt-Cassegrain ,oder kurz SC, tritt keine Bildfeldwölbung auf. Somit sind die Bilder scharf bis in die Ecken, vor allem jene Schmidt-Cassegrain mit der Zusatzbezeichnung EdgeHD tragen.
Warum wird das Bild beim katadioptischen Teleskop nicht so schnell scharf?
Das ist ein häufiges "Problem" bei den katadioptischen Teleskopen wie dem Maksutov und dem Schmidt-Cassegrain. Der Mond ist nur eine unscharfe helle und dunkle Fläche. Der Anfänger ist es von anderen Teleskopen gewähnt, einfach an einem Rädchen am Okularauszug etwas zu drehen und der Mond ist fokussiert. Das mechanische Gestänge des Mak oder auch des SC hat so feine Windungen, dass man an dem Einstellknopf sehr lange drehen muss, bis man etwas sieht. Geht es in die eine Richtung nicht mehr weiter und der Mond ist immer noch ein unscharfes Geschwabbel, dann dreht man in die andere Richtung. Hat man den Knopf auf dem langen Weg bis zur Hälfte zurückgedreht, wird das Objekt dann scharf. Dann kann dann mit der nächsthöheren Vergrößerung weitermachen.
Bei katadioptischen Teleskopen immer mit der kleinen Vergrößerung anfangen
Bei Teleskopen dieser Bauart ist es sinnvoll, erst mit der niedrigsten Vergrößerung anzufangen, auch wenn man den Mond beobachten will. Denn das Gesichtsfeld ist so klein - man stellt scharf- nimmt das nächste Okular und hat dann das Objekt gleich in der Mitte. Mit hohen Vergrößerungen gleich beim Mond anzufangen, das dann man bei bei Refraktoren oder dem Newton machen aber bei einem katadioptischen Teleskop dreht man zu lange am Einstellungsknopf, um zu fokussieren und der Mond ist immer noch nicht scharf. Mit der soeben beschriebenen Methode kommt man schneller zum Ziel.
Unterschied Mondbeobachtung im Newton und Mond im katadioptischen Teleskop
Mit dem 6 Zoll Schmidt-Cassegrain, kurz SC, kommt man mit einem 2-fachen Extender auf eine Vergrößerung von 500 und kann beim Halbmond das Alpental, die Teneriffaberge und alle Krater scharf und ohne blauen Saum beobachten. Beim Newton dieser Öffnung sind die Krater weicher gezeichnet. Die höchste Vergrößerung für den Newton 150/750 ist 375 fach. Die Krater sind beim Newton nur in der Mitte scharf zu sehen, zum Rand hin wirken sie verschwommen.
Wie weit kann ich beim Schmidt-Cassegrain mit der Vergrößerung beim Mond hinaufgehen
Nun beobachte ich mit einem Schmidt-Cassegrain 150/1500. Das Gesichtsfeld ist angenehmer, die Planeten bleiben bei hohen Vergrößerungen besser im Gesichtsfeld und erscheinen größer. Die Mondkrater sind so groß, wie sie für mich sein sollen. Die Optik ist scharf bis an den Rand. Bei ganz guten Sichtbedingungen konnte der Mond bis zu 500 fach vergrößert werden und das bei einem 6 Zoll SC. Dies ist ein Wert, den man oft nur bei einer Optik SC mit 8 Zoll erreichen kann. Bei einem 8 Zoll sind dann die Feinheiten noch besser.
Vergleich Vergrößerungen bei Newton und katadioptischen Teleskopen
Wann macht sich die Austrittspupille bemerkbar beim Newton und katadioptischen Teleskopen
Wenn man mit einem 6 Zoll Newton mit einem Okular von 4 mm Brennweite beobachtet, liegt die Austrittspupille so nah am Okular, das jeder Wimpernschlag stört. Bei einem Mak mit einer Brennweite von 1500 mm und 5 Zoll Öffnung, sieht man den Mond scharf und der Liedschlag stört nicht. Denn das Bildchen, dass aus dem Okular austritt, liegt weiter draußen.
Warum ist beim Schmidt-Cassegrain ein kleiner schwarzer Fleck im Bild zu sehen
Bei dem Schmidt-Cassegrain kann sich bei einer sehr niedrigen Vergrößerung und wenn wir in den hellen Mond oder dem noch nicht dunklen Himmel an Sommerabenden beobachten, ein kleiner Schatten zeigen. Das ist der Fall, wenn wir mit einer sehr kleinen Vergrößerung beobachten, also das Okular mit der längsten Brennweite verwenden. Bei dunklem Himmel nehmen wir diesen Schatten nicht mehr war. Die Austrittspupille ist bei der kleinen Vergrößerung dann so groß, dass wir den runden kleinen Spiegel im Teleskop als runden schwarzen Fleck sehen.
Das kleinere Gesichtsfeld beim Maksutov-Cassegrain - passt der Orionnebel hinein
Der Orionnebel hat eine Ausdehnung von 1 Grad und passt noch gerade noch so in den Bildausschnitt eines MAK. Mit dem 6 Zoll-Newton Spiegelteleskop sehen sie auf dem Mars keine Einzelheiten. Es sei denn, der Mars ist aussergewöhnlich nahe, was in den nächsten Jahren nicht mehr vorkommt. Ich habe in einem 130 mm Maksutov den weißen Pol des Mars gesehen. Das Teleskop nach Maksutov-Cassegrain hat eine längere Brennweite und zeigt mehr Einzelheiten In diesem Jahr war der Mars auch auch recht nahe an der Erde. Das wird so schnell nicht wieder vorkommen.
Warum schwimmt mir der Mond davon im Teleskop
Temperaturanpassung bei geschlossenes Systemen
Die Temperaturanpassung bei dem geschlossenen System des Maksutovs oder des Schmidt-Cassegrain ist eigentlich kein so großes Problem. Man kann den Maksutov wie einen Refraktor betrachten. Stellt man den Mak auf den Balkon, kann man gleich beobachten. Auch beim Newton muss erst einmal ein Austausch der Luft stattfinden, wenn das Teleskop von einem warmen Zimmer in die um einige Grad kältere Luft des Balkones getragen wird. Dann schwimmt der tiefstehende oder aufgehende Mond, aber das vergeht schnell. Die Luft kann entweichen und die Turbulenzen im Tubus legen sich. Auch bei einem Refraktor schwimmt der Mond, wenn die Umgebung aufgeheizt ist, weil wir durch die sich bewegenden Luftschichten hindurch beobachten.
Temperaturanpassung eines Teleskops an Temperaturen im Winter
Es kann beim Maksutov sein, dass das Bild des Mondes am Anfang unscharf wird und wir nachjustieren müssen, wenn man in der Nacht mal eben den abnehmenden Mond beobachten wollen. Das liegt der Änderung der Temperatur von Drinnen nach Draußen. Aber das gibt sich schnell. Für die Planetenfotografien reicht diese kurze Auskühlzeit nicht. Denn bei der Planetenfotografie muss die Auflösung so gut wie möglich sein. Da stören Turbulenzen in der Umgebung, im Tubus selbst oder weiter weg am Himmel, schon. Das katadioptische Teleskop mit 6 Zoll Öffnung muss im Winter beim Hinaustragen vom warmen Zimmer in die Kälte eine Weile temperiert werden. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es so gravierend nicht ist. Sicher, um Planeten gut beobachten zu können muss das Teleskop an die Temperatur angepasst sein. Sie werden bemerken, dass sie z.B. die Bänder des Jupiter mal sehen und mal nicht. Aber diese Schwankungen liegen in der Atmosphäre. Bei einem C8 geht das Anpassen an die Temperatur der Umgebung nicht so schnell. Je größer ein Teleskop ist, desto mehr Zeit wird für die Anpassung an die Umgebungstemperatur benötigt. Damit der Unterschied zwischen Tag und Nacht nicht so groß ist und die Turbulenzen der Atmosphäre nicht so gravierend, gehen Amateure gerne in südlichen Gegenden zum Beobachten.
Astrofotografie mit welchem Teleskop und Zubehör fotografieren
Aufnahmen der Sterne und Nebel werden mit Refraktoren mit kurzen Brennweiten gemacht und mit speziellen Filtern
Die vielen schönen Aufnahmen in den Astrozeitschriften werden mit kleinen Refraktoren guter Qualität mit kurzen bis sehr kurzen Brennweiten aufgenommen. Die Sterne werden in den Kanälen rot, grün und blau aufgenommen. Die Nebel mit einem Filter, je nach Nebel mit O-lII Filter oder einem UHC Filter. Der Olll Filter hebt in einem Nebel die rot leuchtenden Anteile de 3-fach ionisierten Sauerstoffs hervor. Ein guter 50 mm Refraktor kann sehr gute Bilder liefern. Das sind dann die APO's oder die der Firma ASKAR nach anschließender ausgiebiger Bildbearbeitung. mit Photoshop oder PixInsight.
Wie fotografiere ich den Mond mit einem Smartphone oder eine Digitalkamera
Fotografieren kann man mit jeden Teleskop. Das einfachste ist, mit einem Handy den Mond zu fotografieren. Der Handyhalter wird dem Teleskopset beigelegt. Der Handyhalter wird mit dem Okular verbunden und das Handy in den Handyhalter eingelegt.
Um mit einer Spiegelreflexkamera oder der spiegellosen Kamera zu fotografieren wird der Body der Kamera mit dem Okularstutzen durch einen T-Ring verbunden. Der Okularstutzen hat am Ende ein Gewinde. Hier wird der T-Ring eingeschraubt. Auf der anderen Seite hat dieser T-Ring das Bajonett der Kamera, entweder von Nikon, Sony oder Canon - und so wird die Kamera - ohne Objektiv mit dem Teleskop verbunden. Wegen der kurzen Belichtungszeit muss man nicht nachführen. Sie brauchen dafür keinen PC und sie müssen die Bilder nicht übereinanderlegen. Man kann aus einem Bild nachher mit Bildbearbeitung noch mehr heraufholen. Das Bild sollte im RAW-Format gemacht werden, um alle Informationen zu erhalten.
Bei Belichtungen von 1 Sekunde schon nachführen
Für alle anderen Objekte muss man nachführen. Planeten kann man mit einer Planetenkamera, die in den Steckanschluss für das Okularaufnahme passt, fotografieren. Natürlich kann man mit diesen digitalen kleinen Kameras auch gut Einzelheiten auf dem Mond fotografieren. Für die vielen Bilder, die dann übereinandergelegt werden müssen, verwendet man ein Programm. Ein Laptop nimmt die vielen Daten auf oder eine kleiner PC, der von den Firmen gekauft werden kann. Mit diesem kleinen Kästchen und einer Steuersoftware kann es schon losgehen.
Nebel mit kuren Brennweiten aufnehmen und mit der Software N.I.N.A.
Für die schönen Nebel nimmt man ein kleines Teleskop mit 60-100 mm Durchmesser und einer Brennweite von nicht mehr als 600 mm. Damit nimmt man die Sterne auf und den Nebel. Man erhalt eine Weitfeldbild. Es werden die Kanäle für Rot, Grün und Blau einzeln aufgenommen, die Luminanz für die Sterne mit einer Spiegelreflexkamera. Anschließend bearbeitet man das Bild mit PixInsight oder Photoshop. Komfortabel ist es, mit der Steuersoftware N.I.N.A. zu arbeiten. Damit kann man alles steuern: Belichtungszeit, Filter. Dieses Software muss man sich einrichten, indem man die nötigen Plugins herunterlädt. Schon das Einrichten kann für einen gewieften Astrofreund 2 Stunden dauern.
Wie erreiche ich bei meinen Aufnahmen eine exakte Nachführung
Nachführung bei der Astrofotografie: Die Nachführung muss exakt sein. Der Schneckenfehler muss durch das Guiding Teleskop ausgeglichen werden. Bei einer Brennweite von 1000 mm pendelt das Teleskop ein wenig, was durch das Guiding ausgeglichen werden muss. Wer den Schneckenfehler günstigerer Montierungen umgehen will, kauft sich eine Montierung mit Riemenantrieb, doch ein Riemen leiert auch mit der Zeit aus. Das neueste ist der Harmonic Drive, ein Antrieb der aus der Robotik, der sehr fein nachführen kann. Eine Ellipse rotiert in einem Kreis, beide verfügen über viele Zähne. Da die Ellipse die Zähne des Kreises abgreift, bewegt sie sich nur sehr langsam. Der daran angeschlossene Servo-Motor kann sehr sehr genau bewegt werden und schnell und exakt anfahren und abgebremst werden.
Mit Baader Morpheus Okularen durch das Okular fotografieren
Ein Morpheus Okular hat einen Durchmesser von 1 1/4 Zoll und 2 Zoll. Diese Okulare sind Weitwinkelokulare. An der Linse, die aus dem Teleskop ragt, ist ein Gewinde geschnitten, mit dem man mit einem T-2 Gewinde eine Kamera anschließen kann.
Das Dobson Teleskop - viel Öffnung für wenig Geld
Beliebt sind die Dobson Teleskope, die für wenig Geld eine größere Öffnung haben. Man muss diese Montierung nicht in Richtung Süden oder Norden ausrichten, wenn sie nicht mit einer elektronischen Goto oder einem WiFi mit Handy oder Tablett gesteuert wird. Das Teleskop wird in die Montierung eingehängt, die auf dem Boden steht. Ein Drehteller mit einer Libelle steht auf dem Boden, in die Seitenteile wird das Teleskop eingehängt.
Das Teleskop lässt sich horizontal und vertikal bewegen, indem man es an einem großen Knauf vorne am Tubus festhält und in die richtige Richtung schubst. Heiß in der Fachsprache - pusch to oder Dobsen schubsen.. So kann man Teleskope mit 200 mm Durchmesser realisieren, die noch einigermaßen transportabel sind und in ein Auto passen. Damit können unter eine dunklen Himmel Sternhaufen und Nebel aller Art beobachtet werden.
Bedienungsanleitungen in Deutsch und Englisch
In den meisten Kartons liegen ausführliche Aufbau- und Bedienungsanleitungen mit Bildern vor. Oftmals sind sie auf Deutsch geschrieben. Aber gerade den komplizierten Montierungen mit elektronischem Antrieb liegen ausführliche Bedienungsanleitungen auf Englisch bei. Dann sind meist recht gute Englischkenntnisse gefragt. Bei spezielleren Geräten muss man, wie heutzutage üblich, die Bedienungsanleitungen herunterladen. Es kann sein, dass diese nur auf amerikanischen Seiten zu finden sind.
Wenn sie nichts sehen, ist nicht unbedingt das Teleskop kaputt
Bei Refraktoren kann es sein, dass das Bildchen, dass aus dem Teleskop kommt, sehr weit hinten liegt. Wenn Sie auch auf weit entfernte irdische Objekte nicht scharf stellen können, hilft eine Verlängerung und siehe da: das Haus ist scharf. Aber noch eine Abstandhülse verwendet man auch bei einem Newton, obwohl das projizierte Bild beim Newton näher am Okular liegt. Oft hört man: man kommt nicht in den Fokus. Doch auch im Newton kommt man in den Fokus. Der Brennpunkt liegt nur nicht so weit draussen, wie bei manchem Linsenteleskop. Dafür braucht man dann weitere Abstandshülsen, vor allem zum Fotografieren. Wie z.B. beim Skywatcher 72 ED. Siehe Bild auf der Seite Astroaufnahmen in der Stadt
Okulare besser verschrauben beim Schmdt-Cassegrain - 2 " oder 1 1/4" Okulare
Der SC hat hinten seinen Okularstutzen. Er ragt aus dem Tubus heraus und trägt eine Außengewinde. Mit einer Überwurfmutter kann ein Adapter angeschlossen werden. Entweder hat dieser noch ein T-2 Gewinde, um eine Kamera anzuschließen. Die oft mitgelieferten billigen Prismen werden gesteckt und haben immer eine Schraube zu wenig: auf der anderen Seite des einfachen bei der Erstausstattung mitgelieferte Prismas wird das Prisma nur mit 2 Schrauben gehalten. Möchte man ein schwereres Okular verwenden, kann einem das Prisma und das Okular herunterfallen.
Mit ClickLock Klemme das Okular schnell wechseln und sichern beim Schmidt
Es gibt Prismen, die auf einer Seite eine Innengewinde haben, um den Adapter einschrauben zu können. Auf der anderen Seite kann man dann eine Click-Lock Klemme anschrauben, die das Okular sicher hält. Mit einem Dreh, ohne erst zwei Schrauben lösen zu müssen, wird das Okular mit einem Dreh festgeklemmt. Diese Kombination gibt es für 2" wie auch für 1 1/4" Okulare. So kann man das Okular ein wenig zur Seite drehen, ohne dass es herunterfällt, damit man durch den Sucher schauen kann, der sonst von dem Aufbau mit Extender und Okular verdeckt wird. Wenn das immer noch nicht geht, kann man einen Tri-Finder anbringen, ein Sucherschuh bei dem man das Sucherfernrohr versetzten kann. Diese Klick-Lock-Klemmen sind sehr praktisch, wenn man mit hohen Vergrößerungen arbeitet und somit ein kleines Gesichtsfeld hat. Bis man das Okular und den Extender aus dem Okularstutzen entfernt hat, wenn man erst 4 Schrauben anstatt 2 aufdrehen muss, ist das Objekt schon aus dem Gesichtsfeld.
Ritchey-Chretien Teleskope
Diese Teleskope sind wie die Schmidt-Cassegrain aufgebaut, man schaut also durch den durchbohrten Hauptspiegel auf der anderen Seite sitzt der Hilfsspiegel, aber der Tubus ist offen. Die Brennweiten sind beim RC nicht so lang wie beim SC. Die Abbildung ist genauso gut. RC sind günstiger als die Schmidt-Cassegrains, da sie keine Schmidt-Platte benötigen, der das System abschließt. Sehr große Teleskope werden aus offene Tuben als Richey-Chretien ausgeführt. Denn die großen Teleskope brauchen sehr lange zum Auskühlen.
Welche Montierungen gibt es - azimutal und äquatorial
Da wäre die azimutale Montierung. Das Teleskop wird in der Höhe nach oben und unten und entlang am Horizont nach rechts und links bewegt. Den Winkel entlang des Horizontes nennt man den Azimut. Die Montierung nennt sich dann die azimutale Montierung.
Eine andere ist die äquatoriale Montierung. Bei dieser Montierung zeigt eine Achse auf den Himmelpol, die Rektaszensionsachse oder Stundenachse. Auf ihr sind die Stunden von 0 bis 24 aufgetragen. Die andere ist die Deklinationsachse. Die Rektaszensionsachse, die auf den Pol zeigt, muss im Winkel der geografischen Breite angehoben werden. Kaufen Sie eine Montierung, die das Teleskop erschütterungsfrei tragen kann.
Schauen Sie sich ein Fernrohr in bei einem ausgewiesenen Teleskophändler an, um ein Gefühl für die Größe und das Gewicht ihres Teleskops zu erhalten. Eine Montierung mit einem Refraktor kann über 20 Kilogramm wiegen. Die leichten Montierungen sind nur für ganz kleine Fernrohre mit Öffnung von 50 mm geeignet. Für nur etwas größere Öffnungen kann das Fernrohr mit Montierung 30 bis 40 Kilogramm wiegen und noch mehr.
Welche Montierung für welches Teleskop
Für den kleinen Mak, bei dem die Masse auf einer Länge von nur 30 cm konzentriert ist, reicht eine EQ3 Montierung. Für ein längeres Teleskop darf es eine schwerere Montierung sein. So für den Newton, der auf einer EQ3 schon nicht gleichmäßig nachgeführt werden kann. Da darf es dann schon die EQ5 sein. Für den schweren Refraktor mit gleicher Öffnung verwendet man die schwere EQ5. Um nur zu beobachten und eine leichte tragbare Montierung zu haben, reicht die EQ3 aus. Man kann damit den Mond fotografieren. Wird länger nachgeführt, ist die EQ5 zu verwenden. Die EQ3 läuft nicht rund. Man merkt auch, dass die EQ3 etwas ruckelt. Man kann das mit dem Gegengewicht etwas ausgleichen. Am besten arbeitet man mit 2 Gegengewichten, die man auf der Gegengewichtsstange verteilen kann, für Fernrohre mit einer Länge von ca. 70 cm. Für einen Schmidt-Cassegrain mit einer Öffnung von 9 Zoll, kommt nur die EQ8 infrage. Die katadioptischen Teleskope sind recht schwer und da sie eine lange Brennweite haben, sollten die Montierungen einwandfrei laufen, sollte man mal fotografieren wollen. Brennweiten ab 1000 mm gelten für die Fotografie als lang, also wieder zu den genauer laufenden Montierungen greifen.
Mit der EQ3 Montierung geht es auch
In vielen Foren wird geschrieben, dass man für ein Spiegelteleskop mit einer Öffnung von 6 Zoll gleich eine EQ5 Montierung verwenden soll. Die EQ3 - Montierung kann man auch verwenden. Man kann damit auch fotografieren - also den Mond, weil man dazu keine Nachführung benötigt - und die Montierung schwingt nicht nach. Bei sehr hohen Vergrößerungen zitiert sie nur ein wenig. Es kann vorkommen, dass eine Achse in der Feinbewegung sich anders verhält wie die andere. Das liegt daran, dass das Teleskop durch das Gegengewicht nicht so ganz gut ausgeglichen ist. Aber die EQ3 Montierung ist ganz gut brauchbar, als Reisemontierung oder wenn man nicht so viel tragen will oder kann. Ich verwenden für den 150 Newton und den 150 Schmidt-Cassegrain eine EQ3 Montierung und komme damit gut zurecht. Bei höhen Vergrößerungen zittert das Teleskop nur geringfügig und die biegsamen Wellen wollen mit Gefühlt behandelt werden. Dann leistet die EQ3 gute Dienste. Sie kann auch als Reisemontierung verwendet werden.
Wie baue ich eine EQ3 Montierung auf
Die Montierung besteht auf dem Stativ und der Montierung. Das Stativ und die Montierung werden mit einer dicken Schrauben miteinander verbunden. Die Montierung wird mit dem Teller des Statives durch einen Sporn verbunden. Dieser wird mit zwei Schrauben gehalten. Da kann nichts falsch herum montiert werden. Auf der anderen Seite dieser Schrauben schaut eine lange Schraube heraus. Mit diesem langen Schrauben wird die Montierung auf den Breitengrad angehoben und fertig. Nun kann die Gegengewichtsstange eingeschraubt werden und danach werden die Gegengewichte angebracht. Nicht vergessen die Schraube am Ende in die Stange einzudrehen, damit die Gegengewichte nicht herunterfallen können. Danach wird das Teleskop in die beiden Spannringe eingelegt und so ausbalanciert, dass es sich in der Mitte ist. Durch Verschieben der Gegengewichte erreicht man, dass das Teleskop in stehenbleibt, egal in welche Position man es dreht. Es soll nicht wieder in die Ausgangsposition gehen, dann stimmt die Balance nicht.
Ein Vorteil einer solchen Montierung ist, dass man das Teleskop sehr schnell über den Himmel bewegen kann, wenn man die Klemmen für die beiden Achsen öffnet. Klemmt man wieder, kann man mit den biegsamen Wellen sich langsam bewegen. Manche Teleskope im Set werden mit einer Montierung angeboten, die nur mit biegsamen Wellen arbeitet. Das kann dauern, bis man den gewünschten Stern findet. Die EQ3 Montierung gibt es jetzt auch mit Nachführung: EQ3 Pro Synscan
Für Refraktoren mit 1000 mm Brennweite die EQ5 Montierung verwenden
Aufgrund des Gewichtes verwendet man für Refraktoren die größere EQ5 Montierung. Möchte man fotografieren, ist ein Guidingscope oben auf dem Refraktor notwendig, dass die Ungleichheiten der Montierung ausgleichen kann. Für einen leichteren Newton wird auch die HEQ5 empfohlen, die EQ3 läuft noch ungenauer für das Fotografieren. Am besten baut man die Montierung auf Riemenantrieb an. Damit kann man dann länger belichten. Will man ganz genau sein mit der Nachführung, greift man zu Monierungen mit Riemenantrieb oder mit Harmonic Drive.
Nachführung mit der ZWO Montierung
Die Königsklasse der Nachführung - ZWO MONTIERUNG AM 5 HARMONIC PARALLAKTISCH
Diese Montierung von der Firma ZWO wiegt nur 5 Kilogramm und kann ohne Gegengewichte 13 Kilogramm tragen. Wenn man 20 Kg draufpacken möchte, muss man Gegengewichte verwenden. Diese Monierung führ sehr genau nach. Sie arbeitet mit sehr genauen Encodern, die in der Robotik verwendet werden. Ein Roboter muss schnell und prezise seine Bewegungen ausführen können und abbremsen. Die erreichte Genauigkeit liegt unter 1 Bogensekunde. Die Montierung hat natürlich ihren Preis.
ZWO ASIAIR PLUS ASTROFOTOGRAFIE COMPUTER
Dieser kleine Astrocomputer verbindet ihr Handy oder Tablet mit Ihrer Montierung. Er baut das WIFI auf mit dem Sie dann das Tablett oder ihr Handy verbinden. Das rote Kästchen verfügt über einen USB 3 Anschluss. USB 3 deswegen, damit die Daten schneller heruntergeladen werden können. Der kleine Computer verfügt über verschiedenen Ausgänge, mit denen Sie die die entsprechenden Kameras und den EAF Motorfocus von ZWO ansteuern können.
Genauigkeit von Goto-Montierungen
Genauigkeiten von Goto und Apps für das Handy
Von den elektronischen Aufsuchhilfen, wie Goto oder mit einer App, soll man sich nicht so viel erwarten. Das Alignment wird nur mit 3 Sternen gemacht, da kann die Genauigkeit nicht so groß sein. Das gewünschte Objekt ist nicht genau in der Mitte, wenn es im Gesichtsfeld erscheint, ist das völlig ausrechend. Man müsste sehr viel mehr Sterne für die Ausrichtung des Teleskopes anfahren. Das lohnt sich natürlich nur bei einem ständig an einem Platz stehenden Teleskop. Bei den transportablen sucht man sich nur drei Sterne aus. Das Alignment muss man immer vor dem Beobachten machen. Diese paar Meter auf der Erde machen für die Positionierung schon etwas aus und man möchte schnell anfangen, zu beobachten. Um eine größere Genauigkeit zu erreichen, müsste man für das Alignment mehrere Sterne heranziehen. Die Position, die ein Handy angibt toleriert um einige Meter, also kann die Position eines Teleskopes auch nicht so genau sein. Die verwendete Montierung, die Motoren können durch ihre Bauweise ein Objekt nicht so genau anfahren.
Goto Montierungen mit der Handsteuerbox über den PC steuern
Für die Goto Steuerung kann auch ein PC verwendet werden. Darauf muss man darauf achten, zuerst die Montierung einzuschalten und dann erst die Elektronik. Sonst könnte die Handbox Spannungsspitzen beim Einschalten abzubekommen. Beim Ausschalten den PC herunterfahren und dann die Montierung trennen.
Schwierigkeiten die Nebel einstellen zu können bei Teleskopen ab 8 Zoll Öffnung
Besonders bei langbrennweitigen Fernrohren, wie z.B. einem Celestron 8 SE mit einer Brennweite von 2000 mm macht sich das bemerkbar. Ein Planet, der ganz am Rande in das Okular scheint ,macht sich bemerkbar. Einen Nebel sehen Sie so leicht nicht. Da hilft es mit einem langbrennweitigen Okular von 40 mm und einen etwas größeren Gesichtsfeld zu arbeiten, wie den üblichen Plössl Okularen. Diese haben ein scheinbares Gesichtsfeld von nur 50 Grad. Reicht der Blickwinkel immer noch nicht, kann man mit Okularen mit einem größeren Gesichtsfeld beobachten.
Montierung mit Encodern für eine genauere Position
Die Position die innerhalb einer Montierung an einem Encoder abgegriffen werden, können nur dann sehr genau sein wenn der Encoder sehr viele Punkte zum abgreifen besitzt. Bei einem einfachen Teleskopmontierung sind es nur ein paar Erhebungen. Das reicht schon aus, so ungefähr die Position des Sternes zu finden. Bei den im Handel verkauften Teleskopen mit Montierung kann man für das Geld nicht mehr erwarten. Es ist nur eine Aufsuchhilfe, um nicht so lange am Himmel suchen zu müssen.
Positionsbestimmung bei einer Sternbedeckung mit GPS
Wenn man bei einer Messung einer Sternbedeckung das GPS eines die Messung unterstützenden PC-Programmes eine halbe Stunde vorher einschalten soll, die Zeit, wenn möglich, im Sekundenbereich synchronisieren muss, um diese Bedeckung, die im Minutenbereich stattfindet, zu messen, dann bekommt man eine Ahnung wie genau eine Positionsbestimmung sein muss. Denn dieses kleine Sternchen hat eine minimale Ausdehnung. Nur auf diesen einen Punkt soll man sich konzentrieren. Das bedeutet für den Anwender des GPS: ein Stern kann gar nicht in der Mitte des Gesichtsfeldes des Teleskopes sein. Er wird irgendwo im Gesichtsfeld.
Handsteuerbox zum Nachrüsten für EQ3 Montierung und EQ5 von Skywatcher
Für die EQ3 Montierung gibt es neuerdings nicht nur einen Motor zum Nachrüsten, sondern auch eine Nachführung mit Handsteuerbox. Sie bekommen einen Motor für die EQ5 Montierung und eine komplettes Set mit Handsteuerbox. Die Sets kosten für jeweils beide Montierungen so um die 500 Euro.
Handsteuerbox braucht eine update
Die Handsteuerbox braucht manchmal ein update. Wenn man eine neuere Firmware aufspielen muss, kann man diese zum Händler schicken oder sich Videos anschauen und selber die Firmware schicken. Diese Videos wurden von Amerikaners gedreht, d.h. dann wieder man muss die englische Sprache recht gut beherrschen. Erst muss man wissen, welche Handsteuerbox man in den Händen hält. Die Steuerbox nennt sich NextStar oder Nextstar+. Mit der Tast Info erfährt man, welche Vision auf dem Handcontroller ist. Das Programm wird auf den PC heruntergeladen und dann auf die Handsteuerbox aufgespielt. Für den PC benötigt man ein Kabel mit RS232 Schnittstelle und dem Mini Stecker auf der anderen Seite für die Handsteuerbox. Manche haben noch den TAE Stecker (früher Telefonstecker). Das Programm wird heruntergeladen als ZIP komprimierter Order und anschließend bei ausgeschalteter Montierung auf die Handsteuerbox übertragen. Wenn Sie Hilfe suchen, finden Sie bei astronomie.de Hilfe. Oder auf den Seiten von Celestron oder auf https://manuals.plus/de/Celestron/Handbuch-der-Teleskopsteuerungssoftware#axzz7teQxEilX
Ausrichtung der Montierung auf den Pol
Wenn Sie beobachten, sollte die Montierung grob auf den Nordpol ausgerichtet sein - oder, wenn Sie auf einem Balkon nach Süden gerichtet stehen, einfach in Nord-Südrichtung. Sie kann auch um 90 Grad verdreht sein, wenn es nicht anders geht, dann muss man in beiden Achsen dem Stern folgen. Ist die Montierung einigermaßen nach Norden ausgerichtet, dann genügt es, mit der biegsamen Welle der Rektaszensionsachse das Objekt in der Mitte zu halten. Anders ist es, wenn man eine Goto Montierung verwendet, dann muss die Montierung mit einem Kompass genauer ausgerichtet werden, damit die Sterne dann auch einigermaßen im Gesichtsfeld des Okulars erscheinen.
Einschalten der Goto-Montierung und Initialisierung
Schließen Sie das Netzteil an und stecken den Stecker der Handsteuerbox in die richtige Buchse der Montierung. Dann schalten Sie die Monierung ein.
Wenn Sie Ihre Montierung dann nach Norden ausgerichtet haben, müssen Sie dem Handcontroller mit Goto-Steuerung den Standort mitteilen. Sie geben den Breitengrad ein und die Zeitzone. Wenn Sie östlich von Greenwich wohnen: + 1. Nach jeder Eingabe mit der Taste Enter bestätigen. Wählen Sie nun das Sternaligment. Sie suchen sich einen Stern aus der Liste, der am Himmel steht. Wenn Sie den Stern ausgesucht haben und bestätigen, fährt das Teleskop zu diesem Stern hin.
Stromversorgung bei Montierungen - genügend Strom für die Montierung
Eine Montierung braucht genügend Strom. Die Spannung sollte mehr als 12 Volt betragen. Ein Netzgerät mit 12 Volt Leerlaufspannung kann in Innenräumen verwendet werden. Bei Kälte draußen sinkt die Spannung zu stark ab und die Motoren der Montierung laufen nicht mehr an. Das Netzgerät sollte bei Last eine über einen weiten Bereich konstante Spannung liefern. Die EQ5 Montierung kann 12,8 Volt und 5 Ampere vertragen. Bei der EQ8 darf es fast 14 Volt sein und 7 Ampere, 12,8 V und 5 Volt Strom gehen auch.
Wenn es nicht die Stromversorgung der Montierung ist, wenn die Montierung manchmal nicht richtig laufen will, kann es sein, dass der Andruck eines Zahnrades nicht stimmt nicht richtig stimmt. Dafür gibt es Videos im Internet. Das trifft oftmals für die EQ6 und EQ 8 Montierungen zu.
Einrichtung des Fernrohres, wenn man fotografieren möchte
Die Rektaszensionsachse wird auf den Pol ausgerichtet (bei ausgeschalteter Nachführung). Dies kann der Polarstern sein oder ein Ziel im Norden. Das Fernrohr und das Gegengewicht wird entfernt, damit man die Rektaszensionsachse um 360 Grad drehen kann. Die Deklinationsklemme wird gelöst und die Deklination auf 0 eingestellt. Der Polsucher wird in die Aussparung in der Rektaszensionsachse geschoben. Auf der Rektaszensionsachse sind die Stunden angezeichnet. Unterhalb befindet sich die Datumsskala mit den Stunden. Diese wird auf das Datum und die Stunde des entsprechenden Tages eingestellt. Lösen Sie die Rektaszensionsschraube und drehen die Rektaszensionsschraube so lange, bis die 0 Grad der Rektaszensionsachse mit dem entsprechenden Datum am Datumsring zur Deckung kommt. Nun muss der Polsucher noch zentrieret werden.
Zentrieren des Polsuchers bei Tag bei Montierungen von Skywatcher EQ5 oder EQ6
Der einfachste Weg dazu ist die Montierung so weit zu neigen, dass man ein weit entferntes Objekt bei Tageslicht durch den Polsucher anvisieren kann. Das ist nicht allein mit der Verstellung der Polhöhe zu bewerkstelligen, sondern Sie müssen die Stativbeine zusätzlich so verstellen, dass die Polachse waagrecht liegt. Nachdem Sie das gemacht haben, lösen Sie die Rektaszensionsklemmung und drehen die Polachse um +/- 180 vor und zurück, wobei Sie das Ziel anschauen. Die Zentriermethode für den Polsucher besteht darin, die drei Justierschrauben des Polsuchers während des Drehens der Polachse so einzustellen, dass das Beobachtungsobjekt im Zentrum des Fadenkreuzes stillsteht. Das sollte nicht allzu lange dauern. Haben Sie diesen Zustand erreicht (achten Sie auf festen Sitz der 3 Schrauben.) Setzen Sie die Schutzkappe wieder über den Polsucher, damit sich die Justierschrauben durch versehentliches Anstoßen nicht verstellt werden.
Wieviel Gegengewicht auf eine Montierung für ein bestimmtes Teleskop nötig ist
Wieviel Gewicht man zur Ausbalancierung auf die Gegengewichtsstange packt, hängt auch von der Länge des Teleskopes ab. Ein Teleskop muss immer in einer Position stehen bleiben, wenn die Klemmen geöffnet sind. Bewegt sich die Gegengewichtsstange wieder zu ihrem tiefsten Punkt zurück, stimmt etwas nicht. Bei einem kleinen kompakten Teleskop reicht ein Gewicht auf der Gegengewichtsstange von 5 kg. Bei einem etwas längeren Tubus, mit 5 kg Gewicht, kommen dann noch 2,5 kg dazu. Man kann diese beiden Gewichte auf der Gegengewichtsstange verschieben, um eine gute Balance herzustellen. Dies gilt für Montierungen wie die EQ3, die Teleskope bis ca. 8 kg aufnehmen kann. Kommt dann ein noch schwereres Teleskop auf diese Montierung, wenn man z.B. den Newton gegen einen Refraktor mit dergleichen Öffnung austauscht, muss ein weiteres Gegengewicht von 5 kg auf die Gegengewichtsstange gepackt werden. Auch wenn der Refraktor gleich lang wie der Tubus des Newton ist, doch meist haben die Refraktoren ein längere Brennweite und der Tubus ist somit länger. Zusammen haben diese Gewichte dann ein Gesamtgewicht von 10kg. Für die Schmdt-Cassegrain mit größerer Öffnung und mehr Gewicht verwendet man die EQ8 oder EQ6. Ein einzelnes Gegengewicht hat hier 10 kg.
Teleskopmontierungen ohne Gegengewicht
Leichte Teleskope Skywatcher AZ Goto (azimutal) - ohne Gegengewicht
Die Teleskope von Synscan App Skywatcher AZ Goto mit einer Gabelmontierung - also ohne Gegengewicht - sind sehr leicht. Sie verfügen über die Möglichkeit, das Teleskop mit dem Handy, Tablet zu bedienen. Das Fernrohr wird mit der Montierung nach Norden ausgerichtet. Sie stellen das Teleskop hin, der Tubus zeigt dann nach Norden. Das können Sie mit dem Kompass des Handys ausrichten. Geben Sie in die Synscan App ihren Standort ein oder lassen die App darauf zugreifen. Somit hat man der Montierung auch gleich die Zeit mitgeteilt.
Äquatoriale Montierungen auf den Polarstern ausrichten
Teleskope mit einer äquatorialen Montierung muss man auf den Polarstern ausrichten. Es wird ja bei der äquatorialen Montierung der Breitengrad eingestellt und die Rektaszensionsachse wird nach Norden ausgerichtet, so als wenn man durch das Loch in der Montierung schauen würde und den Polarstern sieht. Das Alignment muss bei visuellen Beobachtungen mit dem Kompass nur so ungefähr gemacht werden. Dann kann man mit der Rektaszensionsachse der Bahn der Sterne folgen und muss nicht immer beiden Achsen bewegen. Will man fotografieren muss die Ausrichtung sehr viel genauer sein, weil die Sterne sich bei der Aufnahme sehr rasch verdrehen. Das ist besonders bei längerer Belichtung nötig.
Wo wird beobachtet - auf dem Balkon oder im Freien
Man kann das Teleskop nur in einer Richtung auf die Montierung setzten. Das Sternalignement müssen Sie immer machen. Stimmt die Richtung nicht, finden Sie nicht einmal den Mond. Informieren Sie sich mit einer App, welche Sterne Sie am Himmel finden können, um die Initialisierung machen zu können. Dazu brauchen Sie eine zweite App, eine Sternkarte oder einen Sternatlas. Wenn Sie sich informiert haben, suchen Sie aus der aus der Liste den Stern oder den Nebel aus, den Sie sehen wollen. Sie können die App Skyportal verwenden, die Sie an den Himmel halten, um zu sehen, welche Sterne sichtbar sind. Das funktioniert auch am Tag.
Steuerung des Teleskopes mit der Synscan App und Initialisierung
Dazu öffnet man die Synscan App. Sie werden aufgefordert, die App mit dem WLAN des Teleskopes zu verbinden. Es kann Abbrüche beim WLAN geben. Sie müssen sich aus einer Liste dann 3 Sterne aussuchen, um das Teleskop genauer auszurichten, sprich zu initialisieren.. Unter dem Button Info können Sie sich einen Stern aussuchen für das Alignment. Die App verfügt auch über ein Kompasssymbol. Drücken Sie auf das Kompasssymbol. Man kann sich die Informationen über ein Objekt auch ansagen lassen. Dann kann es sein, dass einem eine Stimme auf Englisch entgegenkommt. Die Synscan App kann man online einfach herunterladen. Das geht aber nicht mit jedem Handy.
Montierung mit einfachen Encodern
Die Montierung ist mit Encodern ausgestattet und hat laut Hersteller eine Homeposition. So weiß das Teleskop nach einem Abbruch des WLAN wenigstens, welche Position sie vor dem Abbruch hatte. Diese einfachen Encoder sitzen in der Montierung, die man beim Zusammenbau des unteren Teils mit Stativ und des oberen an der untern Schale erfühlen kann. Wenn man an dem Ring der runden Schalen entlangfährt. Diese Encoder können nicht so genau sein, wie die Encoder von teureren Montierungen, die sehr viel mehr Erhebungen haben.
Das Alignement muss aber immer neu gemacht werden, wenn Sie das Teleskop zum Beobachten hinaustragen. Nur bei einem stationär aufgestellten Teleskop, dass immer am selben Platz bleibt und dessen Montierung eine Homeposition hat, muss man das Alignment nicht machen. Das Teleskop wird einmal im Kreis herumfahren und dann kann das Beobachten schon bald losgehen. Sie sollten freie Sicht haben im Garten oder vom Balkon aus.
Ein Fernrohr ist wie ein Teleobjektiv - Gesichtsfeld und Vergrößerungen
Je größer die Brennweite, umso kleiner ist der Bildausschnitt. Bei einem Objektiv von Brennweite f = 18 mm Brennweite beträgt der Bildausschnitt 75 Grad, bei einer Brennweite von 50 mm 47 Grad und einem Tele von 135 mm nur noch 18 Grad. Bei einem Fernrohr hat man ja nicht nur ein Okular, so dass man die Vergrößerung verändern kann. Mit einem 6 " Fernrohr und einer Vergrößerung von 125-fach, sieht man vom Mond einen Ausschnitt von etwa einem Viertel des Mondes. Man kann einzelne Krater beobachten und Gebirgszüge. Der Durchmesser des Vollmondes beträgt ein halbes Grad. Bei einem kleinen Fernrohr mit 72 mm Objektivdurchmesser und einer Brennweite von 400 mm ist eine Vergrößerung von 100 schon die Grenze. Bei einem Teleskop mit 9 Zoll kann man bei der Vergrößerung auf 555 fach hinauf gehen. Mit diesen langen Brennweiten kann man kompakte Nebel auflösen und Fotografieren.
Der Fraunhofer Refraktor - Farblängs- und Farbquerfehler
Der Fraunhofer hat oft ein wenig mehr Farbsäume um den Rand und um die Mitte. Die in der Mitte auftretenden Farbsäume nennt man Farblängsfehler, die um den Rand, wenn man in das Okular schaut Farbquerfehler. Bei mittlerer Vergrößerung ist das Bild ganz in Ordnung. Bei höherer Vergrößerung ist der Kontrast nicht so gut und das Bild lässt sich nicht ganz scharf stellen.
Welche Teleskope nicht mehr zu den Anfängerteleskopen zählen
Die Teleskope von Celestron wie Edge HD 8" sind keine Anfängerteleskope. Diese Schmitt-Cassegrain Optik wird für die Fotografie verwendet. Für die Fotografie müssen Sie Reducer einsetzten, um die Brennweiten dieser Teleskope zu verringern. Der ganz einfach Grund ist, da man zum Fotografieren lichtschwacher Objekte, diese werden ja lichtschwächer, wenn die Brennweite größer ist oder man kann dies auch in Öffnungsverhältnisse ausdrücken: Öffnungsverhältnisse von 1 :10 lassen die Himmelsobjekte schwächer erscheinen, womit die Belichtungszeiten wiederum sehr lang werden. Somit werden Reducer eingesetzt, um dann die Brennweiter wieder zu reduzieren. Sie müssen für die verschiedenen Kameras unterschiedliche Adapterringe verwenden. Vielleicht muss es noch ein Flattener sein, damit die Sterne am Rand so rund wie in der Mitte erscheinen. Jeder Spiegel hat eine Wölbung, der Kamerachip ist plan und so tritt dieses Phänomen auf. Mit einer sehr stabilen Nachrührung und mit der richtigen Vorbereitung für nicht allzu lange Belichtungszeiten, kann es dann mal los gehen mit der Deep-Sky-Fotografie. Hinterher noch die Bildbearbeitung. Schmidt-Cassegrains werden mit 5 Zoll oder 6 Zoll, es muss nicht der größte Lichteimer sein mit einer Öffnung von 9 oder noch Zoll sein.
Kleine Fernrohrkunde - Refraktoren
Achromatische Linsen - Fernrohre mit 2 Linsen
Diese Fernrohre bestehen aus zwei Linsen: einer Sammellinse und einer Zerstreuungslinse. Da die Farben des Spektrums unterschiedlich stark gebrochen werden und somit farbige Säume zusehen sind, meist blaue, gleicht man dies mit einer Zerstreuungslinse aus. Die Zerstreuungslinse hat einen negativen Brennpunkt und die Strahlen werden dispergiert, also nicht in einem Punkt gesammelt sondern auseinandergezogen. Damit kann man schon einmal die blauen Säume verhindern. Für eine Verbesserung kommt eine weitere Linse zum Einsatz. Dies sind dann die Apochromatischen Linsensysteme.
Fernrohre mit mehreren Linsen - Apochromate
Fernrohre mit mehreren Linsen im Objektiv, meistern 3, sind dann die Apochromate. Diese sind noch farbreiner. Während man bei den Achromaten die sphärische Aberration nur auf zwei Farben, rot und blau, reduziert, sind es beim Apochromaten drei Farben, die auf einen gemeinsamen Brennpunkt reduziert werden können. Apochromatische Fernrohre werden nicht zu den Anfängerteleskopen gezählt.
Kenngrößen von Teleskopen
Berechnung der Vergrößerung
Sie berechnet sich aus Brennweite des Objektivs / Brennweite des Okulars
Die Faustregel heisst hier: Die größtmögliche noch sinnvolle Vergrößerung beträgt 2 mal den Durchmesser des Objektivs in Millimeter. Mit einem Durchmesser von 150 mm ist eine 300-fache Vergrößerung die Grenze. Und auch damit werden sie nur an ganz klaren Tagen gut beobachten können. Möchte man mehr sehen, muss man sich ein größeres Fernrohr kaufen. Die 3-fach Barlow-Linse, die die Vergrößerung verdoppelt, da diese die Brennweite verlängert ist nicht immer sinnvoll, 2-fach reicht auch. Da sieht man dann wirklich noch die Bänder des Jupiter, auch wenn dieser halt kleiner erscheint im Teleskop.
Berechnung des Öffnungsverhältnisses eines Teleskopes
Eine andere Kenngröße ist das Öffnungsverhältnis: Brennweitete des Objektivs / Durchmesser des Objektivs.
Das Öffnungsverhältnis beträgt bei Spiegelteleskopen, wie bei den beliebten Newtons, z.B. 1:4, bei Linsenteleskopen 1:10. Geschrieben wird: f/4, oder f/10. Lichtstarke Optiken haben die große Öffnungsverhältnisse. Also das Öffnungsverhältnis 1:4 ist größer als das Öffnungsverhältnisse 1:10. Bei Fernrohren mit kurzen Brennweiten sind die Objekte heller, als in Fernrohren mit langen Brennweiten. Das stimmt schon. Wenn die Brennweiten kurz sind und wir den Quotienten aus Brennweite Objektiv durch Durchmesser des Objektivs bilden, dann erhalten wir die oben genannten Quotienten.
Die Austrittspupille bestimmt, wie hell das Bild im Fernrohr ist
Ob ein Bild nun hell oder dunkler ist, hängt von der Größe des Bildchens ab, dass aus dem Okular in unser Auge trifft. Man nennet dieses Bildchen die Austrittspupille. Diese kann berechnet werden. Bei Ferngläsern und Spektiven ist es genauso. Objektivdurchmesser / Vergrößerung. Bei niedriger Vergrößerung ist das Bild heller, als bei hoher Vergrößerung. Bei einer hohen Vergrößerung ist die Austrittspupille kleiner und wir müssen näher herangehen. Ist das Bild heller, bei der kleinen Vergrößerung, liegt das daran, dass die Austrittspupille größer ist. Das genau sagt die Formel aus.
Das Gesichtsfeld in Abhängigkeit von der Brennweite
Je länge die Brennweite des Objekts, desto kleiner wird das Gesichtsfeld. Die Größe des Gesichtsfeldes hängt auch von der Vergrößerung ab. Bei höheren Vergrößerung wird das Gesichtsfeld kleiner. Möchte man einen großen Himmelsausschnitt beobachten, nimmt man das Okular mit der größten Brennweite für eine kleine Vergrößerung und erhält dann ein großes Gesichtsfeld. Damit kann man über den Himmel wandern oder Sternhaufen beobachten. Sollte das Gesichtsfeld für manchen Sternhaufen immer noch zu groß sein, kann man ein Fernglas verwenden, wie z.B. 10x50 (10 fache Vergrößerung bei 50 mm Objektivdurchmesser).
Vom Okular weiter weg gehen und man sieht mehr
Wenn man in einer Ausstellung ein Bild betrachten möchte, ist es besser nicht so nah ranzugehen und man sieht so mehr - okay, ein Vergleich, der etwas hinkt. Wenn Sie an einem Fernglas oder an einem Teleskop durch das Okular schauen, sollte man mit den Augen nicht so nahe herangehen. Sonst gibt es Abschattungen auf dem Okular, den Kidney Been Effekt. Bei Okularen wie bei Baader Hyperion werden deswegen Abstandsringe verwendet, um nicht so nahe am Okular zu sein.
Das wahre Gesichtsfeld für die Beobachtung
Das wahre Gesichtsfeld ist das Gesichtsfeld, das wir in unserem Teleskop in Graden ausgedrückt sehen. Der Vollmond hat eine Ausdehnung von einem halben Grad.
Wahres Gesichtsfeld = Scheinbares Gesichtsfeld / Vergrößerung
Wir teilen die Angabe des Gesichtsfeldes unseres Okulares z.B. eines Plössel-Okulares mit 50 Grad Gesichtsfeld durch die Vergrößerung. Mit einer hundertfachen Vergrößerung, die dann ein Gesichtsfeld von 0,5 Grad ergibt, kann ich den Vollmond überblicken in meinem Okular.
Der Orionnebel passt in das Gesichtsfeld des Maskutovs
Das kann man auch ausrechnen: Bei einem MAK mit einer Brennweite von 1500 und einem Okular von 20 mm ergibt sich eine Vergrößerung von 75 fach. Ein Plössl hat ein Sehfeld von 50 Grad. Teilen wir das Gesichtsfeld durch die Vergrößerung, so bekommen wir beim MAK ein wahres Gesichtsfeld von 0,6 Grad. Das bedeutet, den Orionnebel sehen wir nicht ganz vollständig, denn der Orionnebel hat eine Ausdehnung von 1 Grad. Mit dem Okular mit einem größeren Gesichtsfeld könnte man den Nebel ganz erfassen. Nun weiß ich nicht, ob das wahre Ausmaß des Orionnebel nicht viel größer ist. Mit einer guten Optik und wenn man anstatt einer billigeren Barlowlinse einen Fokal-Extender mit mehreren Linsen verwendet, sieht man vom Orionnebel ausserhalb des Üblichen noch mehr Strukturen. Also mit meinem Maksutov habe ich den Orionnebel im ganzen gesehen und es war noch Platz drumherum, mit einer Vergrößerung von 38 fach.
Das Sucherfernrohr durch eine Kamera ersetzen - Starsense Technologie
Eine Kamera, die anstelle des Sucherfernohrs angebracht wird und in diese Nord-Südrichtung zeigen muss, fotografiert den Himmel. Die Referenzsterne, die man mit den herkömmlichen GoTo Steuerungen heraussuchen musste, denn die Software macht das selbständig. Das Teleskop besitzt einen Hotspot, also einen WiFi Zugang. und die Kamera sitzen nebeneinander auf dem Teleskop.
Starsense Technologie bei Fernrohren mit dem Handy - Plate solving
Die Starsense Technologie wird bei der Firma Celestron bei sämtlichen Teleskopen angeboten, ob Newton, Refraktor oder Dobson Teleskop. Damit kann man den Dobson von Hand - pushto - in die richtige Richtung bewegen. Das Handy wird in eine Handyhalterung gesetzt, die an jedem Teleskop angebracht ist. . Es sollte ein neueres Handy sein. So ab Android 7 sind Sie dabei. Mit einem älteren Galaxy können Sie die App erst gar nicht herunterladen. Bei der Starsense Technologie entfällt das Einnorden und das initialisieren mit 3 Sternen, wie bei der Goto-Nachführung. Die Starsense Technologie gleicht Sternenmuster ab. Um ein Alignment (Ausrichtung Nord-Süd) muss man sich nicht kümmern. Aber das Kompasssymbol am Randes Bildschirm sollte man nutzen, damit die App die richtige Himmelsrichtung anzeigt. Und zum Schluss noch den Code für die App eingeben, die dem Teleskop beiliegt. Also stellen Sie das Teleskop genau in Südrichtung auf.
Das Handy über den Spiegel schieben - abgleichen des Bildes in der App mit dem Bild im Okular
Ein Spiegel bildet den Himmel ab und lenkt das Bild auf die Handylinse. Der Spiegel soll einen möglichst großen Ausschnitt des Himmels aufnehmen, damit das Ganze richtig funktioniert. Das Handy wird in die Halterung gesetzt, der Schutz, der über dem Spiegel sitzt, der nach oben zeigt, nimmt man ab. Das Handy schiebt man ein wenig über den Spiegel, damit die Kameralinse des Handys über dem einen Teil des Spiegels liegt und der restliche den Himmel abbildet. Nun kann man eine Aufnahme machen. Auf dem Teleskop sitzt natürlich ein Leuchtpunktsucher,. Der musste vorher erst einmal so eingerichtet werden, damit er den Stern in dessen Mitte auch mittig im Teleskop zu sehen ist. Am besten ist das Bild im Sucher und auf dem Handy etwa gleich groß. Sie setzten das Okular mit der längsten Brennweite ein und haben das größte Gesichtsfeld. Der Ausschnitt, den Sie im Okular sehen muss der gleiche sein sein wie auf der Aufnahme auf dem Handy. Da Die App erklärt Ihnen genau, was sie machen müssen. Danach kann man anschließend zum Beobachten ein höher vergrößerndes Okular mit einem kleineren Bildfeld verwenden. Der Ausschnitt auf dem Handy kann mit den Fingern vergrößert werden. Bewegt man das Teleskop, weiß das Gyroskop des Handys, wo es lang geht. Schwenkt man das Teleskop zu einem anderen Himmelsareal, kann das neuere Handy per Livestacking folgen. Sie Sehen ein rotes Fadenkreuz und sind noch nicht am Ziel, mit einem grünen haben Sie Ihr ausgesuchtes Objekt im Teleskop.
Die Starsense App bietet Informationen über die Sterne und Nebel. Für den Anfänger kann das etwas verwirrend sein, weil auf der Karte zu viele Informationen auf ein paar Quadratzentimetern zu sehen sind.
Positionen werden nicht richtig angezeigt
Wenn Sie eine Handyhülle verwenden, die einen Kreis als Magneten hat, kann es sein, dass die App sich beim Bewegen um diesen Kreis dreht. Wollen Sie mit dem Handy die Sterne oder sogar den Mond finden, so zeigt die App Ihnen an, der Mond am Himmel sei unten in der Erde. Das Magnetfeld des magnetischen Kreises der Handyschale verwirrt den Kompass des Handys. Die App mag die Sterne als Muster erkennen wie bei der Gesichtserkennung, aber den Kompass des Handys braucht es doch.
Am Anfang muss man Geduld haben
Trotz aller Technologie muss man das Sucherfernrohr sehr genau mit dem Fernrohr abgleichen. Mann muss sich die Mühe machen, den Stern genau in die Mitte des Sucherfernrohres zu bringen. Das Bild, dass man im Okular sieht muss sehr genau mit dem Bild des Handys abgeglichen werden. Es kann sein, dass das am Anfang nicht ganz so geht, wie man sich das vorgestellt hat. Das Teleskop muss dann doch noch bewegt werden, denn der Stern, den man such ist nicht gleich genau in der Mitte. Das Teleskop muss also noch um einige Grad horizontal und vertikal bewegt werden.
Gute Technologie: Dunkeladaption des Auges wird gestört. Wenn man den Himmel etwas kennt, das kann nie schaden. Die Pfeile auf der App zeigen einem, wohin man das Teleskop bewegen soll.
Sterne mit Hilfe von WiFi und dem Gyroskop des Handys finden
Sicherlich haben Sie schon gesehen, dass manche Handynutzer ihr Handy an den Himmel halten und die Sterne auf dem Display angezeigt bekommen. Das Gyroskop im Innern des Handys vergleicht seine Lage in Bezug zum Himmel und zeigt auf der App, welche Sterne man am Himmel sehen würde. Das funktioniert natürlich auch am Taghimmel. Nun kann man das Teleskop in die Richtung bewegen, um den gewünschten Stern zu sehen. Eine App wäre SkyPortal, eine App die einem die Sterne zeigt, wenn man das Handy an den Himmel hält.
Wie funktioniert ein Gyroskop im Handy
Das Handy findet die Sterne dem Gyroskop. Ein Gyroskop ist ein Kreiselkompass. Beim Handy ist dies ein Chip, mit dem sich die Lage des Handys bestimmen lässt. Wird dieser mit einer Streckenbestimmung verbunden, kann man den genauen Standort des Handys durch GPS bestimmen.
Mit einem WIFI Modul kann man seinen Computer mit GoTo mit dem Handy steuern.
Mit einer App (einem vollständigen Planetariumsprogramm) können Sie einfach ein Beobachtungsziel auf der Sternkarte oder in einer Liste antippen, und das Teleskop findet den Stern automatisch.
Das Teleskop lässt sich per SkyPortal alternativ auch ohne Handcontroller bedienen, selbst das Alignment ist über SkyPortal möglich. Der USB Stecker am PC ist der USB2 oder der neuere, der USB 3. Die Schnittstelle RS232 im PC ist immer noch die alte. Auf USB 2 oder 3 müssen Sie achten, wenn die Montierung mit einem Kabel vom Handcontroller verbunden wird. Betriebssystem Windows 7, 8 oder 10. Für das WIFI ist noch eine Antenne an der Montierung vorhanden, den sogenannten Dongel. Mit der Internetverbindung können Sie die Karte abrufen, um so Ihren Standort zu finden.
Nextstar Evolution von Celestron - Vorläufer der Starsense Technologie
Die App Skyportal wird mit den Next Evolution Teleskopen von Celestron verwendet. Diese Technologie ist schon etwas älter als die Starsense Technologie von Celestron. Mit der Software Skyportal kann man das Handy an den Himmel halten und die Software zeigt einem an, welchen Stern, Planet oder sonstiges Objekt man am Himmel gerade sehen kann. Für die Next Star Evolution oder auch für andere Teleskope mit Wifi verwendet man die App Synscan. Sie drücken auf das Symbol Teleskop und die App sucht die das WIFI des Teleskopes. Es kann passieren, dass sich die App in eine anderes WIFI einwählt. Dann kann man das Teleskop nicht mehr ansteuern. Natürlich wird man nicht alle von den 100.000 Objekten der Datenbank mit dem kleinen Teleskop finden. Aber einige schön. Darüber muss man sich vorher informieren. Die App kann das einem nicht abnehmen.
Die LISA-Technologie der NASA
Ein Lost-in-Space-Algorithmus (LISA), wie ihn auch die Satelliten im Orbit verwenden, um sich korrekt neu zu orientieren, hilft der App, die von ihr erkannten Sternmuster mit ihrer internen Datenbank abzugleichen.
Verlassen sie sich aber ausschließlich auf Kompass, Gyroskope und Beschleunigungsmesser des Handys, so sind diese nicht so genau wie die LISA-Technologie sind. Keine andere App kann Ihnen genau sagen, wann Ihr Ziel im Okular sichtbar ist.
Den Sternenhimmel mit einer App erkunden
die Sterne erkennen mit Skyportal und Stellarium
Mit der App Skyportal kann man das Handy an den Himmel halten und bekommt die Sterne angezeigt. Es gibt noch anderer Apps, die das können. Bei der App Skyportal sind die Sternbilder leider nicht bezeichnet, denn man sieht nur die gezeichneten Figuren. Wenn man diese mit den Fingern auseinanderzieht, kann man die Namen der Sterne erfahren aber immer noch nicht die Namen der Sternbilder. Doch man kann die Uhrzeiten bei dieser App besser einstellen wie beim der App Stellarium. Das Skyportal läuft auch auf älteren Handys.
Was bedeutet AM und PM auf meiner Stellarium App
Die Zeitangaben sind auf Englisch: AM heisst ante meridian und bedeutet vor dem Meridiandurchgang zur Mittagszeit. PM deisst post meridian und bedeutet nach dem Meridiandurchgang zur Mittagszeit.
Mit dem Planetariumsprogramm Stellarium sieht man die Sternbilder, aber man kann nicht gut eine genaue Uhrzeit einstellen. Die Sterne über den Himmel sausen lassen mit den Pfeiltasten geht wunderbar. Es wind verschiedene Ansichten möglich, Zeichnungen von Sternbildern einblenden oder am Breitengrad herumspielen. Braucht man genaue Koordinaten des Himmels ist ein Sternatlas sinnvoll, um Deep Sky Aufnahmen zu machen, damit man nicht immer dasselbe zu sehen bekommt.
Planeten fotografieren mit der digitalen Kamera von ZWO
Für die Planetenfotografie gibt es die Digitalkameras von ZWO. Diese kleinen Kameras passen in den 1,25" Auszug des Fernrohres. Sie werden mit dem Laptop oder einem kleinen Computer verbunden: ZWO ASIAIR MINI ASTROFOTOGRAFIE-COMPUTER zum Beispiel. Man benötigt keinen Lapto, der die vielen Daten aufnimmt.
Vollformatkameras oder nicht für die Astrofotografie?
Überlegen Sie sich, wenn Sie eine Spiegelreflexkamera kaufen, ob Sie mit einem APS-C Chip, einem Format, dass einer Kleinbildkamera angepasst ist, oder mit einem Vollformatchip. Wenn Sie mit einer Vollformatkamera arbeiten, werden die Astrobilder, die direkt den Himmel aufnehmen besser. Steigen Sie auf 2 Zoll Okulare um. Der Okularhalter am Fernrohr ist dann für 2 Zoll ohne den Ring-Adapter für 1,25 " zu verwenden. Sie benötigen dann aber auch eine längere Abstandshülse, da das Bild größer wird, um scharf stellen zu können. Von einem Objekt muss man mehrere Bilder schießen, um das Bild genau scharf zu bekommen. Davor bemühen Sie den LifeView Ihrer DSLR.
Warum ist nicht jedes Teleskop für eine Kamera mit Vollformatchip geeignet
Der Winkel des ankommenden Lichtes, muss so groß sein, dass er den Kamerachip ausleuchten kann. Wird der Chip der Vollformatkameras nicht ganz ausgeleuchtet bis an den Rand, entsteht Vignettierung. Gut ausgeleuchtet werden diese Kamerachips gut von den Schmidt-Cassegrains mit den größeren Öffnungen.
Spiegellose Digitalkameras für die Astrofotografie
Die spiegellosen Kameras sind für die Astrofotografie ebenso geeignet, auch wenn sie einen APS-C Chip im Innern haben. Blickt man auf den Live-View einer Spiegellosen ist das Bild kontrastreicher, da der Weg zum Chip kürzer ist. Wenn man besser sieht, ist die Ausbeute am nächsten Tag besser. Dazu gehören Kameras wie die CANON EOS R7 und die EOS R10.
Was ist ein lichtstarkes Kameraobjektiv
Eine Kamera hat verschiedene Blenden. Die Blenden mit den kleinen Zahlen sind die mit der größeren Öffnung. Man gibt hier auch das Öffnungsverhältnis an. Eine Kameraobjektiv mit einem Öffnungsverhältnis 1:2 ist lichtstärker als mit 1:4. In der Realität gibt es noch lichtstärkere Objektive wie z.B. 1.:1,5.
Um den Himmel im Dunklen zu fotografieren muss man mindestens die Blende 4 verwenden, noch besser 2.
Welche Teleskope werden für die Astrofotografie verwendet
Fernrohre, die für die Fotografie verwendet werden sind oft sehr lichtstark und verfügen über Öffnungsverhältnisse von f 4, oder f 2,8. Die Zahlen sind also die gleichen wie bei den Kameras.
Warum nimmt man gerne Refraktoren für die Astrofotografie
Linsen bilden die Sterne schärfer ab. Das gilt schon für Ferngläser. Für die Astrofotografie werden deswegen gerne Refraktoren verwendet. Ein weiterer Grund ist das Öffnungsverhältnis. Bei Öffnungsverhältnissen von 1:4, 1:5 oder 1:6, wie bei einem Newton, ist es nicht so einfach, sogar bei Mondfotografien, den richtigen scharfen Punkt einzustellen, auch wenn man mit den Live-View der Kamera arbeitet. Bei einem Öffnungsverhältnis von 1:10 geht das besser. Viele Teleskope haben dafür noch einen Crayford-Auszug mit einer Übersetzung von 1:10, um das Objekt gut einstellen zu können. Fingerspitzengefühl reicht nicht immer aus. Mit der am Okularauszug angebrachten Skala kann man sich den richtigen Punkt für die Fotografie gut einstellen und dokumentieren. Natürlich liefern nur die teureren Teleskope, die dreilinsigen Apos, eine sehr gute Bildqualität.
Bei manchem Fraunhofer ist dann die Bildqualität für die Fotografie dann doch nicht so gut, was an auffälligen Farbsäumen durch Farblängs- und Farbquerfehlern auszumachen ist. Farbquerfehler zeigen sich durch gelbe und blaue Farbsäume am Rand des Okulars, die Farblängsfehler zeigen sich in der Bildmitte durch farbige Säume.
Bei Spiegelteleskopen sieht man eigentlich keine Farbsäume, es sei denn diese werden durch mehrere Linsen erzeugt, wenn man Okulare und noch zusätzlich eine Barlowlinse verwendet.
Astrofotografie Planeten und Nebel fotografieren
Mit welcher Brennweite fotografiere bei Planeten oder Nebel
Um Planeten zu fotografieren, soll man lange Brennweiten nehmen und für Nebel die kürzeren Brennweiten. Will man aber sehr kleine Nebel fotografieren, ist wegen der Vergrößerung doch wieder eine lange Brennweite nötig. Deswegen werden dann Teleskope der Bauart Schmitt-Cassegrain verwendet. Zur Nebelfotografie sind mindestens 900 mm Brennweite nötig, 1200 bis 1400 wären besser. Wenn dann die Brennweite die Belichtungszeit zu sehr erhöht, kann man die Brennweite des Teleskops mit einem Reducer verkleinern, um die Belichtungszeit zu verringern.
Mit einem C8, einem Schmitt-Cassegrain kann man alles fotografieren, was einem vor die Linse kommt. Das Bildfeld ist nicht sehr groß. Aber dafür sind die Mondkrater umso größer! Sie können einzelne Mondrater mit ihrer Umgebung fotografieren. Und vor allem: Sie erhalten schöne Einzelbilder!
Deep-Sky geht auch mit einem kleineren Teleskop. Die meisten Bilder werden heute nicht mehr langzeitbelichtet. Die Aufnahmen werden übereinandergelegt. Damit vermeidet man die Langzeitbelichtung. Um doch dem Himmel alle Geheimnisse zu entlocken durch eine lange Belichtungszeit setzt man das Teleskop auf eine genau nachführende Montierung, die so ein schweres Teleskop gut tragen kann und die gleichmäßig nachführt.
Astrofotografie mit der Software N.I.N.A.
Was sich wie ein Mädchenname anhört, ist eine Software mit der Sie das Fernrohr für die Astrofotografie nachführen können. Sie brauchen ein Tablet für die Software und einen kleinen PC, der die Daten aufnimmt. Ein 12-14 Volt Netzgerät, dass 5 Ampere Strom liefert, um die Montierung, Guidingkamera, Goto-Steuerung, Kamera für die Aufnahme und ein Filterrad steuert. Zur Vorbereitung müssen Sie den PC konfigurieren und die richtigen Treiber herunterladen. Sie norden die parallaktische Montierung ein - muss so genau nicht sein. Die Kamera bei dem Aufbau ist eine Planetenkamera, also eine digitale Kamera. Sie steckt im Okularauszug, drumherum befindet sich das Filterrad. die Guidingkamera. Steckanschluss sind in USB oder Mini USB ausgeführt. Bei der Handsteuerbox für die Montierung muss man die übliche Initialisierung vornehmen, sprich Zeitzone usw.
Wieso kann ich mein Teleskop mit dem WLAN nicht steuern
Ein WLAN ist nötig: entweder kommt dies vom Hot Spot des Handys oder vom Tablet. Man gibt die IP Adresse ein. Das ist so wie beim Router zuhause. Es kann vorkommen, dass das Teleskop das WLAN nicht findet, weil an dem Ort, an dem man sich befindet, noch andere WLANs vorhanden sind.
Wie hilft mir die Software NINA bei der Astrofotografie
Mit NINA steuert man die Kamera, fertigt die nötigen Darkframes an, steuert die Guidingkamera, den kleinen PC. NINA verfügt über eine Sternkarte. Man kann auch mit der bewähren Carte du Ciel arbeiten. Die erwähnte App war nur dazu da, schnell zu wissen, welches Objekt am Himmel ist. Wer sich noch für Kometen, NEO's (Near ERath Objekt interessiert, kann mit dem Astrometrieprogramm Tycho zur Postions- und Helligkeitsmessung von Asteroiden usw. Das nur am Rande. NINA ist eine Open Source Software.
Öffnungsverhältnis beim Newton für die Astrofotografie
Beim Newton ab einem Öffnungsverhältnis ab f 4 und drunter, muss der Hauptspiegel und der Fangspiegel ganz genau auseinander abgestimmt sein und jede Ecke des Bildes keine Verzerrung mehr aufweist. Dann ist man vor der Aufnahme damit beschäftigt, den Spiegel zu Kollimieren. Bei einem Öffnungsverhältnis von f 5 ist das dann nicht mehr so kritisch.
Fotografieren geht mit dem Newton
Die meisten Newton heutzutage sind für die Astrofotografie ausgerüstet. Das heisst, der Fangspiegel ist größer. Bei einem kleinen Fangspiegel wird das Bild im Okular zu klein, um es auf den Kamerachip zu bekommen. Die Streben für den Hilfsspiegel sind dünn, damit sie nicht zu sehr abschatten. Der Fangspiegel ist bei speziellen Fotonewton größer und der Hersteller liefert den Flattner gleich mit.
Warum haben die Sterne beim Newton ein Schwänzchen - die Koma
Die Sterne sehen aus wie ein Komet, sie haben so ein kleines Schwänzchen. Das wird von den Verstrebungen des Fangspiegels verursacht. Deshalb werden die Streben in Richtung des Hauptspiegels dünn gebaut. Sie sind nicht rund, wie bei Fernrohren früherer Jahre. Wenn die Krater des Mondes verzogen sind, nützt auch das Nachbearbeiten mit den Bildbearbeitungsprogrammen Photoshop, Affinity oder PixInsight nichts.
Wie entferne ich die Koma beim Newton
Mit einem Komakorrektor und einem Flattener, beides wird manchmal kombiniert, werden die Sterne bis zum Rand rund und die Bildecken scharf abgebildet. Der Komakorrektor muss für das Öffnungsverhältnis des Newtons ausgerichtet sein. Er ist für Kamerachips aller Größen verwendbar. Auch Fotografieren mit CCD-Kameras und speziellen Planetenkameras für Planeten ist möglich. Um die Bilder bis in die Ecken gut abzubilden ist der Flattener zuständig.
Wenn Sie ein scharfes Bild haben wollen, ist ein kleiner ED-Refraktor ratsam. Das Bild ist bis an den Rand scharf. Diese Teleskope von Skywatcher ED 72, 80 und 100 sind für die Fotografie bestens geeignet, für alle Kameraformate. Die zu verwendete Abstandshülse muss mindestens 41 mm betragen (35 mm und 6 mm), um fokussieren zu können.
Wie bekomme ich das etwas leicht gekrümmte Bild von Spiegelteleskopen gerade?
Der Flattener ebnet das etwas gekrümmte Bild von Spiegelteleskopen.
Ausgleichen einer gering verkippten Optik (Refraktor) für das Fotografieren
Kunden fragen oft danach, weil in Foren darüber Oder wenn die Optik nicht ganz zusammenpasst, die Linsen die etwas verkippt sind, die Optik verspannt ist. Das kann mal vorkommen. Doch diese Maßnahmen machen aus einem günstigen Teleskop noch keine Spitzengerät. Beim Fotografieren kann das ein Kriterium sein. Sollte dies bei einer teuren Optik so sein, gibt es dafür den Tilter, damit die nur geringfügig verkippte Achse wieder stimmt.
Filter für die Beobachtung
Wie erhalte ich mehr Kontrast Mondfilter und Skyglowfilter?
Mit Mond- und Skyglow Filtern, die man in das Okular einschraubt sorgt man für mehr Kontrast Mit dem Mondfilter kann man mehr Kontrast aus dem Mond herausholen. Oft wird ein Mondfilter angeboten. Den hellen Mond ohne einen Mondfilter zu beobachten schadet den Augen nicht. Mit diesem Filter kann man aus dem Mond mehr Kontrast herausholen. Gerade im Herbst, wenn der Mond in den Abendstunden wegen der Feuchtigkeit einen Hof hat.



